Torben Junker fliegt zur EM nach Estland
Bild: Yoshi Müller
Der Sassenberger Torben Junker möchte mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel in Estland eine EM-Medaille holen.
Bild: Yoshi Müller

Bereits am Dienstag (7. Juli) fliegt der Sassenberger mit der Nationalmannschaft in Estlands Hauptstadt Tallinn. Dort wird Junker am Samstag (Vorlauf) und Sonntag (Endlauf) Teil der 4x400-Meter-Staffel sein.

Vor drei Wochen bei einem Qualifikationswettkampf in Jena lief er mit 47,38 Sekunden die Norm und ergatterte einen der vier Startplätze. „Das Finale schaffen“ hat sich Junker mit seinen drei Teamkollegen als Minimalziel gesteckt. Eigentlich möchte das Quartett aber mehr. „Wenn alles gut läuft, ist eine Medaille drin“, sagt der gebürtige Sassenberger, der seit Jahresbeginn in Dortmund lebt und dort bei der LG Olympia trainiert. „Es ist mein erster großer internationaler Wettkampf. Die Vorfreude ist riesengroß.“

Die ersten 17 Jahre seines Läufer-Lebens verbrachte er beim VfL Sassenberg, der ja bekanntlich der LG Ems Warendorf angeschlossen ist. 14 Jahre war dort Birgit Lerchner seine Trainerin, zuletzt trainierte er drei Jahre lang bei Jörg Valley ein, zwei oder dreimal die Woche. Im Laufe des vergangenen Jahren wollte Junker allerdings aufhören. „Es gab keine Fortschritte mehr“, erklärt der mittlerweile 22-Jährige, der in Oelde als IT-Administrator arbeitet und damit neben dem Sport einen Vollzeit-Job hat.

Dann allerdings wurde er vom Trainer der LG Olympia angesprochen, der mit ihm eigentlich eine schlagkräftige Vereinsstaffel aufstellen wollte. Die intensiven Einheiten seit September zahlten sich nun aber noch viel mehr aus. Sechsmal die Woche trainiert Junker mit den anderen Aktiven der LG zusammen im Stadion Rote Erde. Fuhr er zuerst täglich von Sassenberg zur Arbeit nach Oelde, dann zum Training nach Dortmund und wieder zurück, zog er Ende 2014 nach Dortmund um. „Das spart Zeit“, weiß Junker.

Das Gesamtpaket griff. Er verbesserte sich in den vergangenen sechs Monaten um satte zwei Sekunden. Am Sonntag soll sich mit einer EM-Medaille über 4x400 Meter ein Traum erfüllen. Dann hätte sich der Trainingsfleiß so richtig ausgezahlt. Und danach stehen ja noch die Deutschen Meisterschaften der Senioren in Nürnberg vor 30000 Zuschauern an.

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