Tränen zum tollen ASG-Saisonfinale
Marian Michalczik verdrückt sich ein paar wehmütige Tränchen des Abschieds.

„Das Spiel hatte Freundschaftsspiel-Charakter“, sagte Sascha Bertow. „Soest hat offensiv gedeckt. Darauf hatten wir uns vorbereitet, das haben wir toll gelöst.“ Den Grundstein legte seine Sieben anfangs der zweiten Halbzeit, als sie die 18:16-Führung mit sechs Treffern in Folge in nur sechs Minuten auf 24:16 (36.) ausbaute. Der STV war in dieser Phase zu unkonzentriert und leistete sich viele Abspielfehler, die die Gastgeber zu Kontern nutzten.

 „Man hat gemerkt, dass die Spannung fehlte, deshalb waren wir unkonzentriert“, so Gäste-Trainer Dirk Lohse. Den Ahlenern war das egal. Zwischenzeitlich führte die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow sogar mit 30:19 (44.) und 31:20 (46.), bevor sich der STV noch einmal berappelte und auf 29:34 (55.) herankam.

Für den Sieg kamen die Gäste jedoch niemals in Frage. Dazu war die ASG zu konzentriert. Neben dem wieselflinken Kevin Wiegers, der mit neun Toren der erfolgreichste Schütze war, wusste auch Pascal Terbeck mit sieben Treffern zu überzeugen. Er wurde vor der Partie zusammen mit Marian Michalczik, Michael Herrmann und Tim Schroeter verabschiedet.

 Im letzten Saisonspiel wechselte der ASG-Coach munter durch. Doch das tat der Qualität des Spiels keinen Abbruch. Jeder fügte sich nahtlos ein und sorgte so für einen gelungenen Saisonabschluss. Vier Sekunden vor dem Ende nahm STV-Coach Lohse noch eine Auszeit der besonderen Art. Jubeln stand auf dem Programm und da machte die ASG gleich mit. Während der Meister schon feierte, applaudierten die ASG-Spieler den Fans.

 Bei so viel Freude pfiffen die Unparteiischen das Spiel gar nicht mehr an. Warum auch? Für vier Sekunden den Spaß zu unterbrechen, wäre einfach nur Quatsch gewesen. Die Fans beider Mannschaften feierten ihre Teams und die Teams feierten ihre Fans. Am Ende waren alle glücklich, zufrieden und froh, dass die lange Saison jetzt zu Ende ist.

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