„Überragende“ Ahlener unterliegen 0:1
Bild: Wegener
Der aufflällige Rene Lindner (l.) ließ in der 77. Minute eine gute Kopfballchance aus.
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Denn in der ersten Hälfte hatte Ahlen das Spiel und auch den Gegner völlig unter Kontrolle.

Nach Ballgewinn schalteten die Hausherren schnell um und initiierten so viele gefährliche Aktionen vor dem Eintracht-Tor – nur beim Abschluss haperte es wiederholt erheblich. „Wir haben überragend gespielt“, betonte Schrank: „Doch wir hatten so viele Chancen, davon müssen eigentlich zwei oder drei sitzen.“ Die beste Gelegenheit vergab Kapitän Cihan Yilmaz nach einer Viertelstunde als er frei vor dem Tor nur den Pfosten traf.

Bei so viel Spielkontrolle kann die Abwehrarbeit jedoch auch zu kurz kommen und genau das widerfuhr auch Ahlen. Kurz vor der Pause durfte Rheines Philip Röhe unbedrängt flanken und fand in der Mitte Kevin Grewe, der zur Gästeführung einköpfte (39.) – mit dem ersten Rheinenser Torabschluss. Schrank war fassungslos: „Wir hätten das Spiel da eigentlich schon längst für uns entschieden haben müssen, und dann gehen die in Führung und wissen nicht mal wie.“

In der zweiten Hälfte kam es dann noch dicker für RWA. Erst musste Justin Perschmann mit starken Adduktoren-Schmerzen raus (51.), dann sah Yilmaz die rote Karte wegen eines völlig unnötigen Nachtretens (60.). „Das war natürlich ein Bärendienst“, grummelte Schrank, dem jetzt aber schon wieder zwei Spieler aus seinem ohnehin schon dünnen Kader für die harten nächsten Wochen ausfallen: „Jetzt wird es richtig eng.“

Seine Mannschaft gab sich aber trotz der Unterzahl in der letzten halben Stunde nicht auf. Mouhoub Nait Merabet (70.) und René Lindner (77.) hatten sogar noch Chancen zum eigentlich verdienten Ausgleich, doch wieder wollte der Ball einfach nicht ins Tor. „Das ist auch etwas Unvermögen“, räumte der Trainer ein: „Man merkt einfach, dass uns aktuell ein echter Stürmer fehlt.“

Eine Entschuldigung für die schwache Chancenverwertung ist das zwar nicht, man wünscht diesem Team aber trotzdem mehr Glück, denn RWA kämpft.

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