Überraschungssieg für robuste Störche
Am Ende freute sich die erste Mannschaft des FSV Gütersloh über Platz drei im B-Turnier.

  Durch einen 3:0-Finalsieg über Titelverteidiger Potsdam schnappte  sich die Kieler Mannschaft gleich die Turnierkrone . Die robuste Gangart im Finale hatten sich die Kielerinnen im zweijährigen Spielbetrieb in der Jungenstaffel angeeignet. „Das zahlt sich langsam aus“, so Eickhoff. Bereits am Samstagabend hatte sich Holstein Kiel zum Titelaspiranten gemausert. „Die hatte keiner auf dem Zettel. Die spielen hier richtig gut, und wenn sie nicht wenigstens im Finale stehen, weiß ich es auch nicht“, wusste Andreas Jäger schon am ersten Turniertag, wohin die Reise geht.

Dafür benötige Kiel im Halbfinale das Glück des Tüchtigen. Gegen den Herforder SV ging es nach dem 1:1 in die Verlängerung am Neunmeterpunkt. Mit 6:5 zog Kiel weiter und schickte Herford ins Spiel um Platz drei. Hier wartete der SC Kriens auf den HSV, der beim 2:0 nichts anbrennen ließ. Herfords Trainer Björn Kenter war sehr zufrieden. Von der Papierform her hätte ihm nämlich schon ein Platz unter den ersten Fünf im B-Turnier gereicht.

In die B-Runde wollten die Gütersloherinnen partout nicht kommen. Doch viel zu hohe Erwartungen erzeugten zu viel Druck, weshalb das sportliche Potenzial auf der Strecke blieb. „Wir haben es nicht geschafft, die Handbremse zu lösen“, fasste Trainer Christian Franz-Pohlmann zusammen. Ausgerechnet Herford kegelte die Gütersloherinnen schließlich in das B-Tunier. „Wenn das nicht passiert wäre, wären wir in ein ganz andere Erfolgsspirale gekommen – so wie Herford. Jetzt ist es für uns wichtig, dass wir uns auf die Regionalligasaison konzentrieren“, will Franz-Pohlmann dort am 11. Februar im Spitzenspiel gegen Gladbach die Tabellenkrone verteidigen.

Bei den Hallenmasters blieb den Gütersloherinnen im B-Turnier nur das Spiel um den dritten Platz. Gegen den VfL Sindelfingen gingen die Dalkestädterinnen gleich zweimal in Führung, kassierten jedoch postwendend den Ausgleich. Im Neunmeterschießen zeigten sie dann jedoch gute Nerven. Allen voran Torhüterin Vivien Brandt, die gleich zwei Bälle hielt.

Nach drei heißen Turniertagen mit einer perfekten Organisation verabschiedete der FSV Gütersloh 20 zufriedene Teams. Vorsitzender Sebastian Kmoch krempelte die Ärmel daraufhin hoch: „Jetzt geht es an das große Aufräumen.“

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