Um Aluminiumsbreite am Sieg vorbei
Zu spät: Aygün Yilderim (l.), der in den letzten zehn Minuten für Hakan Gültekin ins Spiel kam, wird von Erkenschwicks Tormann Marcel Müller und seinen Vorderleuten im letzten Moment gestoppt. Hinten ärgert sich Damir Ivancicevic.

Nämlich, dass man mit einem Remis beim hoch gehandelten Gastgeber zufrieden sei – das war man nämlich nach dem tatsächlichen 0:0 zur Premiere nicht, auch wenn Antwerpen von einer „sehr guten Leistung“ sprach. Und dass der Angriff immer seine Tore machen würde, wenn nur die Abwehr sicher stände. Und das tat er nämlich auch nicht.

„Da ist aber auch immer eine Menge Pech oder Glück dabei“, kommentiert Antwerpen vor allem die beiden Pfostentreffer von Lindner per Kopf (2.) und von Sturmspitze Ivancicevic, der nach einer Viertelstunde das Aluminium traf. „Nur ein Zentimeter weiter rechts oder links ...“ 70 Minuten lang dominierte RW Ahlen die Partie; wie erwartet setzte das Erkenschwicker Offensivspiel eher lange Bälle und einige Konter dagegen, zu wenig, um die galligen Ahlener vom Strafraum wegzuhalten.

Die sammelten Tormöglichkeiten wie andere Leute Briefmarken: Backszat vergab bis zur 47. Minute gleich zweimal, Warweg zielte knapp daneben (12.), und noch zweimal scheiterte Ivancicevic aus aussichtsreicher Position bis Mitte der zweiten Hälfte. Erst das Bewusstsein, gegen die RW-Attacken davongekommen zu sein, machte Erkenschwick wohl abenteuerlustiger.

 Nach 20 Minuten schon verbuchten auch die Gastgeber einen Pfostentreffer, aber in den letzten 20 Minuten erst dankte Sören Stauder im Ahlener Tor für das Vertrauen des Trainers: Die Nummer eins zum Saisonstart parierte nicht nur in der 71. Minute reaktionsschnell, sondern hielt auch noch einen Freistoß von Erkenschwicks Torjäger Stefan Oerterer, den Stauder über die Latte lenkte (75.). „Das hätten wir auch 3:0 gewinnen können“, ärgerte sich Damir Ivancicevic. Und zwar hinterher, dann, wenn man immer schlauer ist.

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