Und am Ende schmerzt bloß das Knie
Bild: Inderlied
Diese Zeit ist vorbei: Nick Schneiders (r.) aus Rietberg-Westerwiehe, hier noch im Braunschweiger Trikot, hat seine Basketball-Karriere beendet.
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So spricht einer, der mit sich im Reinen ist. „Als Sportler ist doch klar: Die Zeit ist begrenzt, die wenigsten spielen bis 34 oder 35“, sagt Nick Schneiders, der aus Rietberg-Westerwiehe stammt, unaufgeregt. Gut, wenn nach seinen drei Jahren bei den New Yorker Phantoms Braunschweig und zwei Jahren bei den Eisbären Bremerhaven noch einmal ein charmanter Lockruf gekommen wäre, hätte er nicht Nein gesagt. „Doch die Angebote kamen nicht mehr so, wie ich mir das vorgestellt habe“, erklärt Schneiders weiter, der sowieso eher zufällig in den Profi-Basketball gerutscht war.

Bedeutender Teil des erfolgreichen Ganzen

Die Geschichte ist mittlerweile schon oft erzählt worden, doch hier noch einmal die Kurzfassung: Erst mit 19 Jahren begann Schneiders bei der DJK Rheda mit dem Basketball. Später, 2005, erhielt er ein Sportstipendium an dem College South Carolina Upstate in den USA. Der Schritt über den großen Teich war für Schneiders mehr als das. Es war ein Sprung in ein Leben, das er sich zuvor nicht mal erträumt hatte, für das er mit seinem Gardemaß von 2,21 Metern aber wie geschaffen war. 2010 kam er zurück, er wechselte nach Braunschweig. Dort war er für drei Spielzeiten der große Mann unter dem Korb, ein bedeutender Teil eines erfolgreichen Ganzen.

„Einerseits schön, andererseits schrecklich“

Diese drei Jahre, sagt er jetzt, seien die schönste Zeit seiner Karriere gewesen. „Wir waren zweimal in den Playoffs zur Meisterschaft, einmal im Pokalfinale“, blickt Schneiders zurück. Da es jedoch nicht zum ganz großen Coup, einem Titelgewinn, gereicht hat, sagt er auch noch diesen toll-traurigen Satz: „Es war einerseits schön, andererseits schrecklich.“ Verlorene Endspiele hinterlassen eben in jeder Vita so ihre Spuren. Es folgten zwei Jahre in Bremerhaven und – zum Ausklang – noch eine Saison nahe der alten Heimat, bei den Paderborn Baskets in Liga zwei. „Das war aber mehr so zum Spaß. Und ich wollte dem Team helfen, nicht abzusteigen“, sagt Schneiders. Tja, und dann, kurz vor dem Karriereende passierte es: In einem der letzten Spiele zog er sich eine böse Knieverletzung zu. Eine OP war unausweichlich. Und damit war der Ausklang seiner großen Ära als Profi-Basketballer doch noch etwas schmerzhaft.

Welche Pläne Nick Schneiders für die Zeit nach seiner Karriere als Profi-Basketballer hat, lesen Sie am Mittwoch, 27. April, in der Rheda-Wiedenbrücker Ausgabe der „Glocke“.

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