Unharmonischer Stabwechsel bei Leichtathleten
Bild: Martinschledde
Rückendeckung aus den Reihen der Vereine erhielt Helge Hienz (links) bei seiner Ernennung zum designierten Nachfolger von KLA-Chefin Christiane Offel. Die eigentliche Wahl erfolgt am 11. April beim Kreistag des Fußball- und Leichtathletik Kreises Gütersloh.
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Diese Empfehlung sprach zumindest der Kreistag der Leichtathleten am Sonntag mit 9:5 Stimmen aus.

Zwölf Jahre habe sie den Vorsitz im Kreis-Leichtathletik-Ausschuss (KLA) gerne ausgeübt, betonte Offel (Bild, TuS Viktoria Rietberg) am Sonntag auf der Jahrestagung, doch „in den letzten drei Jahren hatte ich das Gefühl, dass von bestimmten Seiten gegen mich und den gesamten KLA gearbeitet wurde“.

Offel vermisste zuletzt die „Rückendeckung bestimmter Vereine und Gruppierungen“. Auch wenn die 51-Jährige keine Namen nannte, war klar, in wessen Richtung ihre Worte zielten. Denn seit geraumer Zeit belastet ein persönliches Zerwürfnis zwischen ihr und Helge Hienz (72) sowie Teilen der LG Kreis Gütersloh, in der acht Vereine organisiert sind, die Zusammenarbeit erheblich. „Dabei müssen wir zusammenarbeiten, denn wir sind eine Randsportart“, zeigte sich Christiane Offel enttäuscht.

Neben Offel traten mit Christina Brengen, Heike Papenbrock, Martin Wernekenschnieder und Gabriele Landthaler vier weitere KLA-Mitglieder zurück, David Pröger hatte sein Amt vor einiger Zeit aus familiären Gründen niedergelegt.

Offene und nicht immer diplomatisch geschickte Worte wählte FLVW-Vorsitzender Reinhard Mainka, der als Versammlungsleiter fungierte. Von einem „traurigen Tag für die Leichtathletik“, sprach Mainka vor der Wahl. Aus den Reihen der Vereine erhielt Hienz mit neun Ja-Stimmen die volle Unterstützung. Gegen ihn sprachen sich jene KLA-Mitglieder aus, die ihre Ämter niederlegen. Mainka stufte die Wahl von Hienz als „eine nicht zukunftsorientierte Lösung ein, ich hätte mir eine andere gewünscht“.

Der designierte KLA-Chef hat bereits ein kleines Team um sich geschart. Martin Mastjosthusman (Straßenlaufwart) und Yuhanen Dag (Jugendwart) bekundeten ihre Bereitschaft, weiterzumachen. Hinzu kommen sollen Alexander Sczyrba (Kampfrichterwart) und Reinhard Metelmann (Wettkampfwart). „Die Leichtathletik läuft gut im Kreis, und so soll es bleiben“, versprach Helge Hienz.

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