Unnötige 0:1-Pleite gegen RW Oberhausen
Bild: Dünhölter
Es hat nicht gereicht: Marcel Hölscher (l.) und Marcel Leenemann haben mit dem SC Wiedenbrück ein 0:1 gegen Oberhausen kassiert.
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Seine betrübte Miene passte nicht so recht zum Gesagten: „Wir dürfen uns durch die Niederlage nicht runterziehen lassen“, betonte Wiedenbrücks Marcel Leenemann kurz nach dem Schlusspfiff, „die Tendenz zeigt bei uns nach oben“. Im gleichen Moment machte sich Oberhausens Team auf den Weg zum Gästeblock, um mit den euphorischen Fans zu feiern - den schmeichelhaften 1:0-Sieg beim tapferen SCW, aber auch die Tatsache, dass das Titelrennen nun tatsächlich wieder einigermaßen spannend ist. Da Spitzenreiter Viktoria Köln zeitgleich mit 0:2 in Rödinghausen verlor, beträgt der Rückstand von RWO nun nur noch sechs Punkte.

Situation hat sich verschlechtert

Von solchen Sorgen ist der SCW weit entfernt, im Abstiegskampf hat sich die Lage für das Team von Björn Mehnert sogar etwas verschlechtert. Bereits am Freitag gewann Köln II mit 3:0 gegen Mönchengladbach II, tags darauf holte Wattenscheid gegen Düsseldorf II nach 1:2-Rückstand mit dem 2:2 noch einen Zähler. Mit 23 Zählern bleibt Wiedenbrück auf Rang 16, der Abstand zu Köln und Wattenscheid beträgt jetzt drei und vier Punkte. „Es hat sich nichts verändert“, betonte indes Mehnert trotzig. Er fügte außerdem hinzu: „Bei der Leistung wird mir nicht Angst und Bange.“

SCW mit den besseren Chancen

Vor 687 Zuschauern im Jahnstadion war der SCW von Beginn an ebenbürtig, wenn nicht sogar besser. Eine erste Chance hatte Oliver Zech in der 16. Minute, doch RWO-Schlussmann Daniel Davari parierte problemlos. Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit folgte in der 37. Minute: Patrick Schikowski passte auf den rechten Flügel zu David Hüsing, der quer in den Strafraum zu Kamil Bednarski weiterleitete. Der schoss zwar Davari an, zudem entschied der Linienrichter auf Abseits, dennoch war dieser Angriff symptomatisch für die erste Hälfte.

RWO reichen starke zehn Minuten

Im zweiten Durchgang startete der SCW zunächst furios, doch nach einer Hereingabe von Daniel Latkowski verpasste Kamil Bednarski in der Mitte knapp. Ab der 50. Minute folgte die beste Phase von RW Oberhausen. Einen ersten Versuch von Dario Schumacher hielt Hölscher noch (54.). Nur zwei Minuten später war Wiedenbrücks Schlussmann beim platzierten Schuss des kurz zuvor eingewechselten Raphael Steinmetz jedoch machtlos. Anschließend waren die Hausherren absolut tonangebend, doch bei den Möglichkeiten von Zech (62./78.) sowie Yannick Geisler (90.) mangelte es an Präzision. Somit stand am Ende ein unglückliches 0:1, nach dem man der Mannschaft des SC Wiedenbrück nur einen Vorwurf machen kann: sie hat verloren.

Die komplette Analyse und weitere Reaktionen zum 0:1 des SC Wiedenbrück gegen RW Oberhausen lesen Sie am Montag, 18. März, in der „Glocke“.

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