Vata muss noch viele Löcher im Kader stopfen
Bild: Martinschledde
Auftakt mit sechs Neuzugängen: FC Güterslohs Co-Trainer Marc Hunt (stehend, r.) begrüßte Berkay Yilmaz, Hüseyin Demir, Saban Kaptan, Sinan Aygün (stehend, v. l.) sowie (vorne, v. l.) Ardian Ibrahimi und Cherhat Kaval gestern zum ersten Training.
Bild: Martinschledde

15 Akteure hat der FCG aktuell an sich gebunden, davon lediglich sechs aus dem letztjährigen Team. Drei von ihnen fehlten urlaubsbedingt. Bei den Abwehrspezialisten Lars Beuckmann und Sedekia Haukambe – derzeit noch verletzt – deutet sich eine Vertragsverlängerung an. „Ich möchte jedenfalls gerne hierbleiben“, bekräftigte Haukambe gestern.

Unter den Neuzugängen dürfte der ehemalige Regionalligaspieler Saban Kaptan der bekannteste sein. Aus heimischer Sicht fallen bei den 13 Kandidaten Thomas Wieckowicz und Sandro Jurado-Garcia noch am ehesten auf. Bis auf Mittwoch steht in dieser Woche jeden Tag Training auf dem Programm. Schließlich möchten Vata und Hunt am kommenden Montag die Verpflichtungen größtenteils unter Dach und Fach haben.

„Drei von den 13 Bewerbern wollen wir definitiv haben“, bekräftigte Marc Hunt gestern. Allerdings nur, wenn sich Verein und Spieler auch finanziell einig werden. Welchen Spielraum Vorsitzender Andre Niermann den beiden sportlich Verantwortlichen dabei einräumen kann, ist offen. Von der Vereinsführung war jedenfalls gestern beim Aufgalopp niemand vor Ort.

„Ich hatte schon einiges vom FCG gehört“, unterschrieb Vata seinen Vertrag nicht ohne angesichts der finanziell eher schlechten Verhältnisse vorgewarnt zu sein. Vata: „Aber es ist schwieriger als erwartet.“

Offensichtlich überlegte der Ex-Profi von Arminia Bielefeld sogar kurzzeitig, die Brocken wieder hinzuwerfen, ehe er sich eines anderen besann: „Marc und ich sind Kämpfertypen. Ich bin seit 20 Jahren im Fußball unterwegs und habe einen bekannten Namen. Deshalb stehe ich zu meinem Engagement beim FCG. Aber ich weiß, dass es schwer wird.“

Auf Fatmir Vatas umfangreicher Wunschliste für die am Sonntag, 14. August, beginnende Oberliga-Saison stehen noch ein Innenverteidiger, jeweils ein Sechser und Achter fürs Mittelfeld sowie „ein paar Leute“ für die Außenbahn. Da wird Vorsitzender Andre Niermann noch mehrfach ins Portemonnaie greifen müssen. „Ich hoffe, dass der FC Gütersloh mehr Unterstützung bekommt, auch von Sponsoren. Es kann nicht sein, dass Andre Niermann immer alles selber finanziert“, appelliert Vata.

SOCIAL BOOKMARKS