Verl erkämpft Punkt bei Drittliga-Premiere
Foto: Dünhölter
Belagerungszustand: Mit aller Macht drängt Wehen Wiesbaden auf den Siegtreffer, doch einmal mehr zeigt sich die Abwehr des Aufsteigers SC Verl auf dem Posten. Hier klärt Mehrmet Kurt (M.) per Kopf eine brenzlige Situation.
Foto: Dünhölter

Respekt verschaffte sich der Liga-Neuling in der ersten Viertelstunde mit seinem frechen Spiel nach vorne. Von Abwarten oder Zögern war zunächst nichts zu sehen. Dann aber fand der letztjährige Zweitligist besser ins Spiel und hatte Pech bei einem Lattenkracher von Korte (19.) sowie nach einer halben Stunde, als Daniel Mikic nach einem Missverständnis von Innenverteidiger Julian Stöckner und Torwart Robin Brüseke einen Wurtz-Ball auf der Linie klärt.

Verls beste Chance des gesamten Spiels köpfte Stöckner nach einem Rabihic-Freistoß knapp neben den Pfosten (37.). Verls Innenverteidiger scheute keinen Zweikampf, musste viel einstecken und blieb nach dem Pausentee mit einer leichten Gehirnerschütterung in der Kabine. Bis zur Heimpremiere gegen Bayern München II am kommenden Samstag sollte er aber wieder fit sein.

„Wir haben ziemlich viel investiert, trotzdem war es ein Spiel ohne richtig klare Torchance für uns“, sah Capretti seine Mannschaft in Durchgang zwei vorwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt. Den „Mut“ zur offensiveren Spielweise vermisste der Trainer, aber „das ist an einem ersten Spieltag gerade gegen so eine Spitzenmannschaft wie Wehen Wiesbaden nicht unüblich“, zeigte sich Capretti nachsichtig. Konnte er auch, denn sämtliche Angriffsbemühungen der hoch favorisierten Hausherren blieben auch im zweiten Durchgang erfolglos. 

„Uns hat die nötige Durchschlagskraft gefehlt“, haderte SVWW-Trainer Rüdiger Rehm, nachdem Korte aus kürzester Distanz (52.) und Tietz mit einem Lupfer aus elf Metern (60.) gescheitert waren und Lasse Jürgensen in der Nachspielzeit einen Tietz-Kopfball auf der Linie geklärt hatte. Allerdings zollte Rüdiger Rehm auch dem Gegner Respekt: „Verl hat alles reingeschmissen und leidenschaftlich verteidigt.

Aus dem torlosen Remis beim Saisondebüt zieht Guerino Capretti viel Zuversicht für die erste Verler Spielzeit im Profifußball: „Mit der Art und Weise meiner Mannschaft bin ich total zufrieden und sehr optimistisch, wenn wir dann noch mutiger werden, dass wir die nächsten Spiele positiv angehen können.“

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