Verl gewinnt Wasserball in Essen  1:0
Die Spieler des SC Verl bejubeln den 1:0-Sieg bei RW Essen

 Die Bedingungen am 22. Spieltag erinnerten an die Fußball-WM 1974, als die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale bei Land unter im Frankfurter Waldstadion durch ein 1:0 über Polen ins Finale einzog. Und genau mit diesem Ergebnis fügten die Verler dem hohen Favoriten gestern vor 7200 Zuschauern die erste Heimniederlage der Saison und  im neuen Stadion  zu.

Manuel Rasp erzielte in der 78. Minute das goldene Tor. So werden die Verler die irregulären Bedingungen nach denkwürdigen 90 Minuten weniger gestört haben, als die rote Karte für Tim Manstein. Der war erst in der 84. Minute für Lars Schröder ins Spiel gekommen und holte in der 92. Minute den Essener Cebia Soukou von den Beinen. Wohl nicht absichtlich, aber zumindest unglücklich im Rutschen. Kombinationen und Kurzpasspiel waren nicht möglch, die Bedingungen schlicht irregulär. Im Mittelfeld blieb der Ball immer wieder in Pfützen stecken, die Seitenline vor der Haupttribüne stand durchgängig unter Wasser.

Im ersten Durchgang verbuchten die Essener durch Lemke (14., 43.) zwei Chancen. Die größe Gelegenheit vor der Pause aber hatte Verls Manuel Rasp, dessen Schuss nach Essener Ballverlust und klasse Pass von Lars Schröder knapp am Tor vorbeizischte (36.). Bei den Rot-Weißen, die gestern den 106. Vereinsgeburtstag feierten, stand Youngster Hendrik Bonmann zwischen den Pfosten und nicht Neuzugang Schwabke. Bonman war in der 58. Minute zur Stelle, als Lars Schröder Verwirrung in der RWE-Abwehr nutzte und freistehend abzog. Auch in der 52. Minute hatte Schröder den RWE-Keeper geprüft.

 In der 78. Minute schlug Manuel Rasp zu. Von Fabian Großeschallau steil geschickt, schob er den Ball am machtlosen Bonman vorbei ins Netz. Und weil die Verler von den wenigen Chancen des Spiels die besseren hatten, war der Sieg nicht einmal unverdient. „Wir sind natürlich überglücklich“, war SCV-Trainer Raimund Bertels stolz auf seine Mannschaft. „Technisch guter Fußball war hier nicht möglich, aber die Bedingungen waren für beide gleich. Am Ende hat ein Konter gereicht“, sagte Bertels, bevor er sich mit dem gesamten SCV-Tross auf Einladung des in Essen geborenen SCV-Präsidenten Hans Katzwinkel auf in die „Essener Dampfbrauerei“ machte.

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