Verl vor Härtetest gegen „Malocherteam“
Bild: Dünhölter
Motivator: Verls Trainer Guerino Capretti hat zwar Respekt vor Oberhausen, will sich aber nicht so einfach geschlagen geben.
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Zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Regionalliga steht der SC Verl noch einmal vor einer echten Herausforderung, denn am Samstag gibt der Tabellendritte Rot-Weiß Oberhausen seine Visitenkarte in der Sportclub-Arena ab. Anstoß ist um 14 Uhr. Entsprechend der Rollenverteilung stuft Verls Trainer Guerino Capretti die Partie als „Härtetest“ für den Tabellenzwölften von der Poststraße ein. Die Videoanalyse des Gegners hat dem Sportclub-Übungsleiter noch einmal die Stärken des selbsternannten „Malocherteams“ offenbart.

„Werden bestimmt bombadiert“

„Da kommt eine gestandene Regionalliga-Truppe mit richtig guten Einzelspielern auf uns zu“, sagt Capretti und verweist unter anderem auf Akteure wie Patrick Bauder, Philipp Gödde oder den Ex-Wiedenbrücker Tim Hermes (Capretti: „Der wirft Bälle ein, wie andere Ecken schießen.“). Ein Wiedersehen wird es mit Cihan Özkara geben, der nach seinem Vertragsende in Verl im Sommer zu den von Mike Terranova trainierten Rot-Weißen wechselte. „Oberhausen spielt einen einfachen, gradlinigen Fußball und versucht gerne, sich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen“, hat Capretti nach den Analysen erkannt: „Wir werden von denen bestimmt bombardiert.“

SCW: Abstiegskampf kennt keine Freundschaft

Ihre fußballerischen Wege haben sich zwar mittlerweile getrennt, dafür sind sie beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt und sehen sich tagein, tagaus auf den Bürofluren. Die Rede ist von Björn Mehnert, Trainer des SC Wiedenbrück, und Felix Bechtold. In Rhynern noch Spieler unter Mehnert, ist der nun Co-Trainer beim SV Lippstadt. „Er ist mein bester Freund“, sagt Mehnert über Bechtold, auf den er am Samstag jedoch als Gegner trifft. Denn sein SCW tritt ab 14 Uhr zum Nachbarschaftsduell beim stark in die Saison gekommenen Aufsteiger in dessen Liebelt-Arena an.

„Habe ihm etwas Passendes gesagt“

Mehnert und Bechtold haben demnach privat und beruflich viel miteinander zu tun, doch in der vergangenen Woche ruhte der Kontakt ein wenig. „Er hat bloß mal um Fair-Play gebeten, dazu habe ich ihm etwas Passendes gesagt“, sagt Mehnert halb scherz- und halb ernsthaft. Denn tatsächlich kann er am Samstag im sportlichen Kräftemessen zwischen SVL und SCW keine Rücksicht auf seine Verbundenheit zu Bechtold nehmen. Denn: Der harte Abstiegskampf kennt keine Freundschaften.

Weitere Hintergründe zu den Partien des SC Verl und SC Wiedenbrück am 17. Spieltag der Fußball-Regionalliga West lesen Sie am Samstag, 10. November, in der „Glocke“.

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