Verler West-Episode beginnt in Luxemburg
Engagiert. TVV-Trainer Dirk Fischer.

Und das ausgerechnet gegen einen Topfavoriten auf den Titel, den luxemburgischen Club Roude Leiw Bascharage. „Wenn wir mit 26:38 verlieren, dann ist das für uns ein Erfolg“, stuft TVV-Teammanager Marcus Tschackert den Auftakt ein. Im Vergleich mit der Ost-Staffel bezeichnet Tschackert die West-Liga als ausgeglichener. „Wir haben uns arrangiert, was bleibt uns anderes übrig“, hat Tschackert für die Aussortierung nur noch einen süffisanten Satz übrig. „Mit einem Verein wie Halle hätte der DHB das nicht gemacht.“

 Während, egal ob im Osten oder Westen, fast jeder Gegner bundesligaerfahrene oder sogar Ex-Nationalspielerinnen im Kader hat, ist das Verler Team weitestgehend unverändert geblieben. „Wir sind finanziell gut aufgestellt, aber wir müssen sehen, was in Verl machbar ist und was nicht“, sagt Tschackert. So setzen die Verler auf junge Verstärkungen wie die 19-jährige Rückraumspielerin Laura Schildmann, die vom TSV Oerlinghausen gekommen ist. Neu im Drittligakader ist die nach dem Abgang von „Hatti“ Schockenhoff aus der zweiten Mannschaft hochgezogene Torfrau Teresa Kleinemeier.

 Nicht mehr zum Aufgebot gehört Birgit Westernstroer. Die hatte zwar für ein weiteres Jahr zugesagt, dann aber einen Rückzieher gemacht.

Die verletzungsfreie Vorbereitung unter dem neuen und bisherigen Co-Trainer Dirk Fischer ist gut gelaufen. „Die Mannschaft hat Fortschritte gemacht, das Spiel ist flexibler geworden, Spielerinnen können auf mehreren Positionen eingesetzt werden, wir sind nicht mehr so leicht ausrechenbar. An guten Tagen sind wir zwei bis zweieinhalb Schritte weitergekommen“, fasst Tschackert zusammen. „Und sie ist fit, auch wenn die letzten Testspielergebnisse nicht berauschend waren“, sagt Tschackert.

 Doch in den guten Spielen, wie beim Sieg über Fritzlar, hat das Team viel Selbstvertrauen getankt. Der Spielplan bringt erst Gegner, die oben erwartet werden und danach Teams, die genau wie der TV Verl um den Klassenerhalt kämpfen werden. Gegen Bascharage, das in Trier als Verein gemeldet ist, aber in Luxemburg spielt und mit internationalen Verstärkungen den Zweitligaaufstieg anstrebt, wird morgen nicht viel zu holen

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