Verstrichene Frist für RW kein Beinbruch
Bild: Wegener
Der RW-Vorsitzende Dirk Neuhaus ist zuversichtlich, dass sein Verein bald in ruhigere Fahrwasser gerät.
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Davon betroffen sind laut Neuhaus lediglich kleine Margen von Darlehenszahlungen der Gosda-Gruppe. Nicht mehr und nicht weniger. Insolvenzverwalter Michael Mönig pocht darauf, dass Gosda seine Darlehenszusagen zu 60 Prozent erfüllt, während Gosda einen Vergleich im Verhältnis von 50:50 unterbreitet hat. Mönig ist nicht bereit, auf die zehn Prozent Differenz zu verzichten und will überdies noch ausstehende Sponsorengelder von zwei Gosda-Unternehmen eintreiben.

 Nach Auskunft von Holger Voskuhl, Pressesprecher des Insolvenzverwalters, liegen die Vorstellungen Mönigs und Gosdas „deutlich auseinander“. „Das mag sein“, relativiert Neuhaus, „aber grundsätzlich ändert das nichts an unserer guten Situation.“ Mönig habe ihm vor einiger Zeit mitgeteilt, dass er die vorrangig zu bedienenden Massegläubiger des Clubs mit 250 000 Euro zufrieden stellen könne.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind laut Neuhaus aber „mehr als 400 000 Euro“ in die Kassen gespült worden, weil Schuldner des Clubs wie einige ehemalige Aufsichtsräte ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen sind. Das hat nun zur Folge, dass das zuständige Amtsgericht in Münster einen Insolvenzplan ausarbeiten kann, der die finanziellen Transaktionen zwischen Club und Gläubigern verbindlich regelt.

„Das Insolvenzverfahren kann aber noch zwei oder drei Jahre dauern. Was anderes habe ich aber auch nie gesagt“, stellte Dirk Neuhaus klar, der sich besonders über einen aktuellen Presse-Artikel geärgert hat. Darin war zu lesen, dass Gosdas Nein zum gerichtlichen Vergleichsangebot das Insolvenzverfahren deutlich verzögern könne.

Steht erst einmal der Insolvenzplan bewegt sich RW Ahlen in ruhigerem Fahrwasser. Der Verein könnte wieder als eigenständiges Wirtschaftsunternehmen handeln, ohne ständig den Eingriff des Insolvenzverwalters fürchten zu müssen.

„Wir hatten eine so schöne Euphorie während der vergangenen Tage, das Theater um die verstrichene Frist ist absolut kontraproduktiv“, betonte Neuhaus noch einmal und will sich nun lieber wieder der Sanierung des Clubs zuwenden.

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