Viel Anerkennung für immer weniger Schiris
Kreisvorsitzender Reinhard Mainka (l.) und Schiedsrichterobmann Juan de Cruz Pujades  (r.)zeichneten (v. l.) Alfred Prüß (SC Wiedenbrück) und Wilfried Hoba (FSC Rheda) aus.

 „Auf eine gute Zusammenarbeit“, sprach der Kreisvorsitzende Reinhard Mainka dem 41-Jährigen seine Glückwünsche aus. Das Votum der 89 anwesenden Schiedsrichter ist aber nicht bindend: Pujades wird erst am Donnerstag von den Vereinsvertretern auf dem Fußball-Kreistag in seinem Amt wiedergewählt. „Trotzdem ist es uns wichtig, den Schiedsrichterobmann aus den eigenen Reihen bestätigen zu lassen“, erklärte Mainka das Prozedere, das seit einigen Jahren nicht mehr bindend ist und in anderen Fußballkreisen auch nicht mehr angewandt wird.

In seinem Bericht sprach de Cruz Pujades die Nöte der Schiedsrichter im Fußballkreis an. „Wir werden nicht mehr, sondern weniger“, klagte der 41-Jährige. Waren Ende 2017 noch 140 Männer und Frauen an der Pfeife im Einsatz, schrumpfte die Zahl auf aktuell 125. „Das bekommt unser Ansetzer Karsten Rodejohann zu spüren.“ So ist es keine Seltenheit mehr, dass Unparteiische zwei oder sogar drei Spiele an einem Tag leiten. Der Spielbetrieb stellt eine Herausforderung dar – auch, wenn alles normal läuft. Allein in der Jugend sind 88 Mannschaften im Ligabetrieb unterwegs. „Auch wenn wir nur die Partien der A-, B- und C-Jugend mit Schiedsrichtern besetzen, bedeutet dies, dass 1294 Spiele in der Jugend zu besetzen sind“, verdeutlichte Pujades.

Reinhard Mainka sprach den Unparteiischen für ihren Einsatz seinen Dank aus. „Ohne euch würde ein Spielbetrieb im Kreis Gütersloh und überkreislich nicht funktionieren“, sagte der Kreisvorsitzende. „Ich ziehe den Hut vor euch. Vor allem wenn man bedenkt, dass ihr trotz aller Anfeindungen und versuchter Beeinflussung von außen die Spiele zu Ende bringt.“

Der Kreisschiedsrichtertag war ein würdiger Anlass, um mit Wilfried Hoba (FSC Rheda) und Alfred Prüß (SC Wiedenbrück) zwei verdiente Unparteiische auszuzeichnen. Bereits seit 50 Jahren ist Hoba an der Pfeife unterwegs. Von 1989 bis 2001 engagierte er sich zudem als Kreisschiedsrichter-Obmann. Vor 40 Jahren leitete Alfred Prüß sein erstes Spiel, musste allerdings inzwischen gesundheitsbedingt seine Karriere beenden. Trotzdem nimmt der 67-Jährige immer noch an den Lehrabenden teil.

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