Viel Ehrgeiz, aber bloß kein Stress!
Schwebendes Verfahren? Torben Voigt (l.) im Landeanflug. Beim VfL Gummersbach leistet sich die Ahlener SG ein entspanntes Spiel, beide sind gerettet und können locker schönen Handball zeigen.

 Sie haben das Ticket für ein weiteres Jahr Dritte Liga schon vorzeitig gelöst und können am Samstag, 18 Uhr, ganz befreit aufspielen. Dann ist die Mannschaft von Trainer Sascha Bertow in der Schwalbe-Arena im Oberbergischen zu Gast. Im Vorjahr entführte sie dort mit dem 29:27-Sieg zwei wichtige Zähler für den Klassenerhalt. Gut, dass die Partie in diesem Jahr unter anderen Vorzeichen stattfindet - ohne Abstiegsstress auf beiden Seiten.

Doch trotz der entspannten Ausgangslage wollen beide Trainer gewinnen. Das betonen der ASG-Trainer und sein Gegenüber Mike Thiele. Dafür sind beide durch und durch Sportler. Dass die ASG-Sieben die Saison noch nicht abgehakt hat, hat sie in der vergangenen Woche in Volmetal mit dem 38:34-Sieg eindrucksvoll gezeigt.

Aber auch die Gummersbacher haben ihre gute Form mit dem 28:28 beim Tabellenfünften TuS Spenge bestätigt. Deshalb geht der ASG-Trainer auch davon aus, dass seine Mannschaft bei der Bundesliga-Reserve eine harte Nuss zu knacken hat. Vor allem, weil Thiele, der die Mannschaft in der vergangenen Saison übernommen hat, sein Spielsystem durchgesetzt hat. „Als ich kam, hat mein Team noch den Horrido-Handball gespielt“, sagt der VfL-Trainer. „Da wurde schnell abgeschlossen, um möglichst viele Tore zu erzielen. Meine Devise ist anders: Je weniger Tore ich hinten kassiere, desto weniger muss ich vorne machen, um zu gewinnen. Ich glaube, das ist es, was uns dieses Jahr ausmacht.“

Thiele freut sich auf die Partie, in der es für beide um nichts mehr geht. „Da können beide Mannschaften befreit aufspielen“, sagt er. Aber er weiß auch, dass Handball so ganz ohne Ehrgeiz keinen Spaß macht. Der VfL will als Tabellenelfter mit 24:24 Punkten noch den einen oder anderen Platz nach oben klettern.

Und auch der ASG-Trainer hat die Saison noch nicht abgehakt. Personell gehen die Ahlener weiterhin auf dem Zahnfleisch. Unterstützung aus der Zweiten gibt es nicht, denn die muss am Samstag in der Verbandsliga zu Hause gegen die Germania aus Nordhemmern ran.

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