Viel Lob fürs 0:1, wenig Leute für Herne
Ein bisschen zu viel Gelb: Sinan Özkara ist gegen Herne gesperrt, und RW Ahlens Abwehr muss sich einen neuen Abwehrtank suchen.

Da muss man schon genauer hinschauen, um festzustellen, dass RW Ahlen dennoch verloren hat; das 0:1 gegen Rheine, fast schon eine Randerscheinung bei all diesen Komplimenten? Ja, wenn man die katastrophale Chancenauswertung als nebensächlich durchgehen lässt.

Was Schrank sicherlich nicht tut, aber vorerst zufrieden ist, dass seine Jungs wenigstens bis zum Tor die abgesprochenen Konzeptionen tatsächlich umgesetzt haben. Jetzt könnte man im Heimspiel gegen Westfalia Herne am Sonntag vielleicht erwarten, dass die Ahlener einen Schritt weitergehen. Aber die personelle Lage ist ausgerechnet an den Schaltstellen so kritisch geworden, dass man trotz allen Lobes ins Zweifeln gerät.

 Denn wenn der Trainer nicht müde wird, immer wieder zu betonen, dass seine Truppe keinen Stürmer hat, so wird es durch den Ausfall von Cihan Yilmaz nicht besser. „Ruhe bewahren ist auch eine Qualität“, hat Schrank kein Verständnis für die Rote Karte ausgerechnet des Kapitäns, wegen der der Wiederholungstäter wohl den Rest der Saison pausieren darf. Dazu fehlen der ebenfalls gesperrte Özkara und die verletzten Perschmann und Meschede, weswegen es - neben der Schwächung der Abwehr – auch im Spielaufbau Probleme geben könnte.

 Also aktiviert Schrank gegen Knappmanns auch eher mittelmäßigen Herner offensiv Temur und Lubkoll, Zengin oder Nieddu helfen auf der „Sechs“ aus, und auch Mustapha kommt als Abwehr-Aushilfe in Frage. „Klar, das wird eng“, gibt Schrank zu, hofft aber, dass die Niederlage Kraft und Zuversicht gegeben hat.

 „Die Spieler haben gemerkt, dass sie, wenn sie sich an die Vorgaben halten, eine gewisse Qualität erreichen.“ Wobei das Schlüsselwort hier natürlich „gewisse“ ist.

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