Viktoria siegt 4:1: „Das wird noch eng!“
Auch der Torjäger aus der Zeit nach der Winterpause, Gianluca Marzullo, war, ebenso wie die Mannschaft, in Köln machtlos.

 „Das wird noch richtig, richtig eng“, seufzt der Fußballlehrer.  Der gleichzeitige Sieg des FC Köln II in Erndtebrück (3:0), der nun auf vier Punkte heranrückt, scheint ihm Recht zu geben. Konkurrent Velbert spielt erst am Sonntag gegen Kray und könnte den Abstand dann auch auf vier Zähler verringern.

 Dass Antwerpen bereits am Sonntag als Trainer bei der diesmal sehr spröden Viktoria bekannt gegeben werden könnte, war an diesem heißen Tag im Sportpark Höhenberg überhaupt kein Thema, vielleicht auch aus Respekt vor Kölns noch aktuellem Trainer Tomasz Kaczmarek, der seine Jungs zu einem verdienten Sieg führte.

Ausgerechnet RWA-Kapitän, der ebenfalls in Köln im Gespräch ist, brachte Ahlen in der 31. Minute noch auf ein 1:2 heran, nachdem Klingenburg und Wunderlich (3./22.) die Führung der Viktoria herausgeschossen hatten. Dass die Gäste aus Westfalen sich so lange ordentlich verkauft hatten - die Tore zum 4:1-Endstand durch Krempicki und Reimerink fielen in den Schlussminuten (88./ 89.) – lag aber auch an einer zu umständlichen Viktoria, die sich bei ihren Möglichkeiten zu oft selbst im Wege stand.

 Die größte Chance zum 2:2 hatte noch Damir Ivancicevic, der aber allein vor dem Tor scheiterte. Auch das Grund genug für harsche Kritik von Trainer Antwerpen: „Da muss man einfach entschlossener sein und das Ding reinprügeln. Aber was will man machen, der ein oder andere hat einfach nicht die Qualität.“ Auch der mehr als bescheidene Auftritt in Köln fand nicht gerade des Trainers Zustimmung. Mit geliehenen Bullis der SpVgg Beckum angereist, und das auch noch ohne Physiotherapeuten. Eben ein Ausflug des Armenhauses der Regionalliga. „Ach“, winkt Antwerpen frustriert ab. „Das ist doch alles nicht ideal.“

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