Virus angriffslustig wie Nachbar HSV
Bild: Rollié
Eines von vielen Virus-Opfern: Suri Ucar (l.) hofft, bis Sonntag zum Derby gegen wieder halbwegs zu Kräften zu kommen.  
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Das klingt fast unmöglich, zumal der Erreger hartnäckiger war als jeder Innenverteidiger. Co-Trainer Musemestre Bamba musste sogar ins Krankenhaus, wird aber am Sonntag wieder auf der Bank sitzen. „Am Dienstag hatten wir nur sechs Spieler beim Training“, verrät der wiedergenesene Roländer Coach Ismail Atalan.

Zunächst hatte es Suri Ucar, Michael Krahn und Michel Eising erwischt. Ihnen folgten Samet Akyüz, Pascal Debowiak, Sven Höveler und Felix Frank ins Lazarett. Da zudem Yakup Köse noch am Knie verletzt ist und Christoph Debowiak und Miguel Dotor-Ledo noch ein Spiel suspendiert sind, wäre es aus SCR-Sicht beinahe geprahlt, von Personalsorgen zu sprechen.

Angesichts des Trainingsrückstands kann das Team am Sonntag gar nicht bei 100 Prozent sein. Gut nur, das Kevin Krämer und Mike Pihl wieder mitwirken können, um die starke Hammer Offensive um Ausnahme-Torjäger Jochen Höfler vom eigenen Tor fernzuhalten. Der ehemalige Uerdinger hat bereits 18 Mal getroffen und ist damit drittbester Oberliga-Torschütze hinter Stefan Oerterer (Erkenschwick) und Pascal Schmidt (Bielefeld II/je 19).

„Außerdem haben die Hammer sogar einige Spieler aus Braunschweig geholt, aber sie suchen immer noch nach ihrer Form“, erklärt Atalan beim Gedanken an den Tabellenzehnten. Von der individuellen Klasse gehöre der Gegner zu den drei besten Mannschaften der Liga, hat aber offenkundig Defizite in der Defensive. 46 Gegentore sind ein extrem schwacher Wert.

„Dort müssen wir ansetzen und sie schnell unter Druck setzen“, betont Atalan deshalb.

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