Von der Autobahn direkt ins DJK-Tor
Akrobatisch: Ahlens Patrick Knörnschild luchst Philip Drees (r.) von Westfalen Liesborn den Ball im Fluge ab. Es war nicht die einzige tolle Einlage des Spiels. 

79. Minute: Pejic fliegt die Kugel vor die Füße. Der Defensivmann fackelt nicht, jagt das Leder auf das Gehäuse von Vorwärts-Schlussmann Patrick Wasin. Ein Schuss, kompromisslos, schnurgerade, direkt in den rechten Winkel. „Von der Autobahn direkt ins Tor“, flachste Pejic nach seinem entscheidenden 2:1 für seine Liesborner im Duell bei Vorwärts Ahlen.

 Noch vor Kurzem erst hatte es Pejic wegen dem Job und der Liebe nach Frankfurt gezogen. Das hielt ihn aber noch lange nicht ab, nach Ahlen zu reisen und so entscheidend zum Auswärtssieg seiner Mannen beizutragen. „Das war ein wundervolles Tor“, hatte auch Pejic’ Trainer Ralf Bellenhaus beste Laune.

 „Die Sonne scheint, ich strahle auch. Was will ich mehr?“, freute sich Bellenhaus, während sein Kollege Ralf Pottgüter zehn Meter weiter mit dem Ergebnis haderte. „Liesborn hat absolut unverdient gewonnen“, ärgerte sich Pottgüter. Kevin Ortmann hatte die Hausherren nach 35. Minuten in Führung gebracht. Bruder Dennis hätte zwei Minuten später freistehend nachlegen können, schoss aber drüber. „Das wäre ein sicheres Polster gewesen.“ Doch Pottgüter ahnte es – alles kam anders.

Ab der 60. Minute stellten bis dato überlegene Hausherren das Fußball spielen ein, und küssten so eigentlich harmlose Liesborner wach. Dimitri Fahnenstiel glich nach 66 Minuten mit einem schönen Schuss unten links ins Eck aus, Pejic köpfte danach eine Forte-Flanke an die Latte (70.). Aber einen hatte der Frankfurter ja noch. Und was für einen! „Der passte einfach“, sagte Pejic, der sich nach dem Spiel wieder ans Steuer setzte und Richtung Hessen fuhr. Klar, der Ausflug nach Ahlen hatte sich nämlich allemal gelohnt.

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