Vorwärts Ahlen sorgt für Sensation
Packendes Duell: Jan-Hendrik Schmitz (l.) blockt Faysel Khmiri.

 5:3 nach Verlängerung! Davon werden Vorwärts Ahlens Kicker ihren Enkelkindern noch erzählen. „Das ist einfach ein geiles Gefühl“, jubelte DJK-Torwart Patrick Wasin nach einem denkwürdigen Pokalspiel, bei dem sich der Oberligist RW Ahlen bis auf die Knochen blamierte. „Wir haben das richtig gut gemacht“, zog Vorwärts-Trainer Ralf Pottgüter den Hut vor seinen Jungs, die um jeden Meter kämpften und perfekte Nadelstiche setzten.

Der erste Schuss ins Glück gelang dem Bezirksligisten bereits in der 29. Minute: Lars Bühler spielte einen steilen Pass auf Samet Maskar, der lässig RW-Keeper Burak Karali austanzte und zur Führung einschob. Doch - und das war nicht verwunderlich - drückte Rotweiß aufs Tor der Hausherren. Der hochverdiente Ausgleich fiel aber erst in der 55. Minute - durch ein Eigentor. Unglücksrabe Almir Mehovic köpfte ins falsche Netz. Danach begannen die Schwarzweißen zu schwimmen.

 RWA drückte und drückte, doch kam einfach nicht zu klaren Chancen. Und Vorwärts: Die lauerten weiter auf Konter – mit Erfolg. In der 91. Minute köpfte Jonas Linnemann das 2:1 für die Hausherren, die vor lauter Jubel die Nachspielzeit verpennten. Aaron Vasiliou erzielte in der 95. Minute den Ausgleich. Wer aber dachte, das RWA nun das Duell nach Hause fährt, der sollte sich irren.

Drei blitzsaubere Konter schlossen Marvin Krampe (94.) und der eingewechselte Dejan Ramic per Doppelpack (103./105.) zur sensationellen 5:2-Führung ab. Während ein Teil der 500 Zuschauer bereits sang „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, lieferte sich RW-Kapitän Faysel Khmiri ein schmutziges Wortgefecht mit dem eigenen Anhang. Typisch für die Partie. Rotweiß spielte ungeduldig, kompliziert und machte es den tapfer kämpfenden Hausherren leicht.

Nebi verkürzte zwar noch auf 3:5, doch die Vorwärts-Party konnte er nicht mehr stoppen. Ein irres Duell, in dem der kleine Stadtnachbar dem großen Bruder mal so richtig eins auswischte. Vorwärts steht also im Halbfinale des Kreispokals. Die Sensation ist perfekt.

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