Vorwärts quält sich durch Bezirksliga
Bild: Wegener
Schön die Balance wahren: Lars Bühler (v.) spielt seit Wochen mit Schmerzen an der Achillessehne.  
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 „Das hört einfach nicht auf mit den Verletzten“, sagt Pottgüter und fragt sich, wann er vormals als Fußball-Trainer so ein Pech gehabt hat. „Ich weiß gar nicht mehr, wie viele das sind.“ Mit Samet Maskar kam beim 1:0-Sieg gegen die Warendorfer SU der neunte Ausfall hinzu. Bei einem Sprint in der 69. Minute zog sich der Offensiv-Mann einen Muskelfaserriss zu.

Hinzu kommt Lars Bühler, der seit Wochen mit Schmerzen im Fuß spielt. „Den würde ich gerne mal schonen. Richtig ist das ja nicht, dass er spielt“, weiß Pottgüter, welches Risiko er eingeht. „Am Sonntag fehlt auch noch Linnemann“, ergänzt der Übungsleiter und überlegt, wer spielfähig ist – zur Not auch der Trainer höchstpersönlich. „Nicht, dass ich mir die Schuhe noch mal anziehen muss“, witzelt Pottgüter die bittere Situation weg.

Umso wichtiger ist, dass die zweite Garde funktioniert. Mit Dejan Ramic zeigte ein Spieler im linken Mittelfeld, dass auf ihn Verlass ist. „Er macht seine Sache immer gut, genau wie Venker und Mehovic“, erklärt Pottgüter, der aber auch sah, dass die Trainings- und Spielleistungen am Sonntag darunter leiden. „Wir hatten kaum Chancen.“ Kein Wunder, dass der Siegtreffer ein halbes Eigentor der Gäste war. „Aber das Glück brauchen wir mal“, wenn der Alltag schon so schwer ist.

„Man merkt schon, dass das an allen zehrt“, betont Pottgüter und hat Verständnis für seine Schützlinge. Die haben in den nächsten Wochen eine wichtige Aufgabe. „Da können wir den Abstand nach unten vergrößern.“ Um nichts anderes geht es für die DJK, die sich tapfer auf Platz sechs hält. Nur ein kleiner Trost, wenn der halbe Kader verletzt am Rand steht und Daumen drückt, wenn die Reservisten in die Bresche springen.

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