Vorwärts zu übermütig, BWS siegt knapp
Foto: Wegener
In der Schlussphase wurde dieses Duell richtig heiß:Vorwärts Ahlen mit Jens Bayindir (links) verlangte BW Sünninghausen mit Johannes Wickenkamp auf den letzten Metern alles ab.
Foto: Wegener

Fabio Casu wähnte sich bereits in der nächsten Runde und vor allem gewappnet für den Bezirksliga-Start am Sonntag gegen Nachbar Liesborn. Doch dann wurde es doch noch einmal brenzlig, Vorwärts Ahlen glich im Kreispokal-Duell gegen BW Sünninghausen kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit zum 2:2 aus. Doch zur Verlängerung kam es nicht, Fabian Neitemeier rettete den Favoriten mit seinem Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit.

„Ein richtiger Pokalfight“

„Das war ein richtiger Pokalfight“, sagte Sünninghausens Trainer Casu kurz nach dem Abpfiff – und atmete einmal kräftig durch. Denn dass sein Team auf den letzten Metern dieser Partie trotz einer vermeintlich beruhigenden 2:0-Führung noch richtig gefordert wurde, war definitiv nicht in seinem Sinne. Im Gegensatz zu seinem Ahlener Kollegen Oliver Glöden: „Wir haben uns nicht aufgegeben.“ Aber der Reihe nach: Zunächst hatte Favorit BWS soweit alles im Griff. Großartiger Glanz war zwar nicht dabei, aber es langte dennoch zu einer 1:0-Halbzeitführung, da Michael Rewer nach 23 Minuten zur Stelle war.

Ahlen zeigt Moral

Acht Minuten nach dem Seitenwechsel legte Marcel Bluschke zum 2:0 nach – jetzt sprach wahrlich nicht mehr viel für Vorwärts Ahlen. Außer der eigenen Moral. „Wir haben daraufhin das Spiel weiter nach vorne verlagert“, erklärte Glöden den simplen Trick, wie sein Team doch noch in dieses Spiel zurückfand. Patrick Huesmann verkürzte in der 76. Minute auf 1:2 – und jetzt witterten die Gastgeber endgültig ihre Chance, während BW Sünninghausen mit jedem weiteren Ahlener Angriff nervöser wurde.

Uhlenbrock zum späten 2:2

Und in der 90. Minute passierte es tatsächlich: Loris Uhlenbrock traf zum 2:2. Doch anstatt nun einen Gang herauszunehmen, um mit neuer Puste in die Verlängerung zu gehen, wurde Vorwärts übermütig. „Da war ein bisschen zu viel Adrenalin im Spiel“, machte Oliver Glöden seiner jungen Mannschaft keinen Vorwurf. Es war schließlich Fabian Neitemeier in der dritten Minute der Nachspielzeit, der BWS mit dem 3:2 weiteres Ungemach ersparte.

SOCIAL BOOKMARKS