WSU-Frauen legen Heimkomplex ab
Bild: Brandt
Die WSU, hier mit Maeva Jocksch, Sandra Blanke, Vanessa Otte, Lisa Piotrowsky, Gianna Grillemeier und Laura Rieping (v. l.), bejubelte einen 4:1-Heimsieg gegen Solingen.
Bild: Brandt

Im ersten Durchgang taten sich die Gastgeberinnen – fast schon wie gewohnt auf heimischem Platz – schwer. Sie waren zwar als logische Folge dessen, dass der Tabellenvorletzte nur wenig für das Spiel tat, optisch klar überlegen, zwingende Offensivaktionen blieben sie aber weitgehend schuldig. Wirklich gefährlich wurde es nur einmal. Eine abgefälschte Hereingabe von Annika Bröcker traf die Latte (40.). Als sich die Gäste doch mal nach vorne trauten, musste WSU-Torhüterin Sandra Aertker ihr Können nachweisen (43.).

„Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir uns in den Heimspielen immer noch schwer tun“, stellte Andre Kuhlmann fest. In der Kabine müssen er und sein Trainerkollege Max Ende die passenden, motivierenden Worte gefunden haben. Denn im zweiten Durchgang war mehr Zug und Zutrauen in den Aktionen der Warendorferinnen. Als bester Beleg diente Maeva Jockschs Chance 40 Sekunden nach Wiederanpfiff. Gianna Grillemeier (53.) und Ina Teltenkötter (57.) hatten weitere gute Gelegenheiten zur Führung.

Die fiel in der 64. Minute. Ein Schuss von Vanessa Otte wurde unhaltbar abgefälscht. Nur drei Minuten später folgte jedoch der Rückschlag. Wie aus dem Nichts kamen die Gäste durch Torjägerin Nicole Päpke zum Ausgleich. „Das Team hat mittlerweile das Selbstvertrauen, dass es ruhig geblieben ist und weiter an sich geglaubt hat“, bemerkte Kuhlmann.

Eine knappe Viertelstunde vor Schluss stocherte Ina Teltenkötter eine Bröcker-Hereingabe zur erneuten Führung ins Netz und feierte damit ihren Premierentreffer im WSU-Trikot. Neun Minuten vor Schluss fiel die Vorentscheidung, als Lisa Piotrowsky nach einem parierten Otte-Schuss zum 3:1 abstaubte. Die Torschützin (82.) und Sandra Blanke (83.) hatten kurz darauf den vierte Treffer auf dem Fuß. Der gelang in der Schlussminute Gianna Grillemeier. Per Kopf traf sie nach einem Teltenkötter-Eckball.

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