WSU feiert höchsten Sieg seit 26 Jahren
Bild: Havelt
Die WSU hatte gegen Herringen 18 Torchancen.
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Und damit war die Fortuna noch gut bedient. Die Warendorfer hätten auch durchaus zweistellig gewinnen können, Möglichkeiten gab es nämlich genug. Ein Chancenverhältnis von 18:0 sagt eigentlich alles über die einseitige Partie.

Es dauerte allerdings bis zur 30. Minute, ehe das Leder zum ersten Mal im Herringer Netz zappelte. Pavel Borisov hatte sich den Ball erkämpfte und passte auf Bernd Kieskemper, dessen Querpass Dennis Bonin zum 1:0 verwertete. Schon zuvor hatten Bonin (9.), Bastian Grothues (15.) und Max Schubert die Führung auf dem Fuß. Fünf Minuten nach dem ersten Treffer legte Schubert auf, erneut war Bonin mit dem 2:0 zur Stelle. Damit konnten die Gäste zur Pause sogar zufrieden sein.

In der zweiten Halbzeit überrannten die Warendorfer den Gegner. Nach Schuberts 3:0 nach Bonin-Vorarbeit (57.) und Bonins drittem Treffer zum 4:0 (63.) stellten die Herringer auch die letzten Bemühungen weitgehend ein. Selbst der bis dahin lautstarke SV-Trainer Reiner Fiebig – er hatte seinem Missmut verbal freien Lauf gelassen – zog sich auf die Bank zurück und ertrug die Schmach schweigend. Gleich dreimal war in der Folge nämlich noch Laurence Wacker erfolgreich, einmal traf Niklas Steinkamp.

Die WSU feierte den höchsten Punktspielsieg seit fast 26 Jahren. Am 17. Dezember 1988 gab es in der Bezirksliga einen 11:0-Erfolg gegen BW Beelen. Ähnlich hohe Siege feierte die WSU gegen AFS Ahlen (8:1, 1999) und Königsborn (7:0, 1989).

„Ich habe der Mannschaft noch in der Pause gesagt, dass wir schon mehrfach ein 2:0 verspielt haben. Das sollte uns diesmal nicht passieren“, verriet Spielertrainer Oliver Glöden. Da musste sich der Übungsleiter diesmal allerdings keine Sorgen machen. Zu konzentriert waren seine Schützlinge bei der Sache, zu schwach waren die Herringer, die in dieser Verfassung ein ganz heißer Abstiegskandidat sind.

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