Weit weg vom Maximum: BSV verliert
Bild: Wegener
Gebrauchter Tag für die Beckumer Spielvereinigung um Milad Ghafori (links). Der Landesligist verlor das Heimspiel gegen das vorherige Schlusslicht Steinhagen knapp mit 1:2.
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Die Warnungen von Christian Maschinski blieben zwar nicht ungehört, verfehlten jedoch die Wirkung. Der Trainer der Beckumer SV hatte vor dem Landesliga-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Sportvereinigung Steinhagen gemahnt, dass es auch in dieser Partie nur mit dem Maximum an Leistungsbereitschaft gehen würde. Und was machten seine Spieler? Sie ließen ein paar Prozentpunkte nach und verloren prompt mit 1:2.

„Wir sind noch nicht so weit“

„Wir sind eben noch lange nicht so weit, dass wir so einen Gegner mit nur 90 Prozent zerlegen können“, betonte Maschinski. Er machte seiner Mannschaft dabei gar nicht den Vorwurf, dass sie nicht wollte. Vielmehr war es gestern so, dass es der Beckumer SV einfach nicht gelang, ihre Qualitäten auf den Platz zu bringen. „Es hat nicht sollen sein“, so Maschinski noch. Anstatt sich mit einem Sieg weiter dem Tabellenmittelfeld anzunähern, bleibt das Thema Abstiegskampf also aktuell.

Starker Beginn

Dabei begann der Nachmittag an der Römerkampfbahn durchaus nett. Die Gastgeber starteten schwungvoll und setzten das Schlusslicht mit energischem Pressing unter Druck. Und das direkt mit Erfolg: In der siebten Minute eroberte Beckum im Mittelfeld den Ball, über die Stationen Mehmet Ünver und Abdullah Kilic wurde das Spielgerät zu Shpetim Hajdini befördert, der nur noch den Kopf hinhalten musste. Mit der frühen Führung im Rücken erspielte sich die BSV weitere Chancen durch Ghafori, Falk und abermals Hajdini, doch diese wurden vergeben. „Mit etwas mehr Konsequenz hätte man auch 2:0 führen können“, trauerte Trainer Maschinski den Möglichkeiten nach.

Beckum immer fahriger

Nach etwa 20 Minuten wurde der Beckumer Auftritt immer fahriger. Die Griffigkeit fehlte, die Abstimmung auch – und so wurde Steinhagen ohne Not in dieses Spiel geholt. Der Ausgleich durch Atilla Mert in der 39. Minute war jedenfalls folgerichtig und hochverdient. Auch im zweiten Durchgang fanden die Gastgeber nicht zu ihren Stärken zurück. Und doch wurde der BSV die erneute Führung auf dem Silbertablett präsentiert: Nach einem Foul an Hajdini im Strafraum trat Frederik Falk zum Elfmeter an, traf jedoch nur den Innenpfosten. Bereits zuvor war der Offensivmann im Eins-gegen-Eins am Torwart gescheitert. „Es war nicht sein Tag“, gab es von Maschinski keine Vorwürfe. Schließlich hätte er das an diesem Sonntag über fast jeden seiner Akteure sagen können. Zu allem Überfluss fiel in der 75. Minute auch noch das 1:2. Kurz vor Schluss sah Steinhagen noch Gelb-Rot – das half der BSV allerdings auch nicht mehr weiter.

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