Wenig Neues auf der Ahlener Talfahrt
„Bitter, dass wir nicht belohnt wurden“: Auch unter Trainer Andree Kruphölter (l.), hier mit Klaus Kühn, tut sich nicht viel Neues.

Das Regiebuch zum 1:3 gegen Schalkes Talentschuppen hätte durchaus auch Vorgänger Mircea Onisemiuc schreiben können, denn das Drama verlief wie die anderen zehn vorher auch: stark anfangen, Gegentor kassieren, stark nachlassen, Punkte futsch.

 Und so war es an diesem Sonntag auch im Mondpalast in Herne: Kruphölters Neuerungen waren eher marginal; Heermann verteidigte außen, Witt innen, Kljajic und Yildirim blieben draußen, Yesilova und Perschmann rückten in die Startelf, und nach vorn ging es mit einem 4-3-3 zur Sache (4-5-1 gegen den Ball).

Was aber mit einer forschen Offensive und zwei Marzullo-Möglichkeiten vielversprechend begann, polterte in kaum fünf Minuten in sich zusammen. Bis dahin war von Schalke, das trotz Torwart Timon Wellenreuther und Sidney Sam von den Profis nur schwer in Gang kam, wenig zu sehen.

 Dann folgte ein Foul von Witt an Neumann, und Sam verwandelt den Strafstoß (25.), anschließend lässt wieder Witt Brömer ziehen, der allein vor dem Tor Mellwig zum 2:0 überwindet (29.). Der Rest ist altbekannt.

Ahlens guter Wille fällt unter den ersten Gegenschlägen wie ein Kartenhaus zusammen. Bis zum 0:3 (53.), als Reese im Konter eine Sam-Vorlage verwandelt, scheinen die rotweißen Gäste den elften Fehlschlag hinzunehmen wie schlechtes Wetter.

Erst mit Marzullos Anschlusstreffer kommt die zweite Luft. Mauersberger hatte Kallenbach gelegt, Ahlens Stürmer verwandelt nicht nur den Strafstoß (65.) , sondern hat per Kopfball im Fünf-Meter-Raum sogar noch die Chance zum 2:3 (70.), aber der Ball rutscht ihm ebenso weg, wie zwei Minuten später Yildirim aus 18 Metern.

Dass die Königsblauen am Ende wieder stärker werden und nach einem Pfostentreffer von Neumann (85.) sogar näher am vierten Tor sind als Ahlen am zweiten, ist nur die logische Konsequenz eines Auftritts, der kaum neuen Erkenntnisse bringt.

SOCIAL BOOKMARKS