„Wenn es doch klappt, zahle ich gerne“
Bild: Hoheisel
Top, die Wette gilt? Theo Schneider schlägt zwar nicht ein, hat mit dem SC Wiedenbrück generell aber ehrgeizige Ziele. Dem Regionalliga-Start sieht der Trainer optimistisch entgegen.
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 „Die Glocke“: Herr Schneider, mögen Sie Wetten?

Schneider: Eigentlich nicht.

„Die Glocke“: Mal angenommen, jemand würde behaupten, Ihre Mannschaft schafft es nicht noch einmal unter die ersten Zehn in der Regionalliga und würde Ihnen eine Wette um ein Abendessen anbieten – würden Sie einschlagen?

Schneider: Als Anreiz schon, aber eigentlich ist diese Behauptung realistisch. Ein Platz unter den ersten Zehn wäre ein toller Erfolg. Ich würde es gerne umdrehen: Ich behaupte, wir schaffen es nicht. Und wenn es doch klappt, zahle ich das Essen gerne.

„Die Glocke“: Das klingt pessimistisch?

Schneider: Ich bin Realist. Das ist eine ziemlich ausgeglichene Liga. Die meisten Mannschaften trainieren unter Profi-Bedingungen, die Aufsteiger sind stärker einzustufen als die Absteiger. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir locker um Platz fünf oder sechs mitspielen.

„Die Glocke“: Reden Sie eigentlich gerne über Taktik?

Schneider: Na ja, das ist mein täglich Brot. Es gibt in jeder Trainingseinheit Elemente, die man besprechen muss.

„Wir wollen unser Spiel durchdrücken, egal gegen welchen Gegner“

„Die Glocke“: Verraten Sie, was Sie in dieser Saison vorhaben?

Schneider: Wir wollen an die vergangene Saison anknüpfen. Da haben wir bewiesen, dass wir einerseits erfolgreich sein und andererseits attraktiven Fußball spielen können. Wir wollen unser Spiel durchdrücken, egal gegen welchen Gegner. Das ist unsere Philosophie.

„Die Glocke“: Im Fußball wird oft und viel über Führungsspieler, sogenannte Leader, philosophiert. Wer übernimmt diese Rolle in Ihrem Team?

Schneider: Wenn man sich ein Spiel anschaut, sieht man das ganz schnell. David Czyszczon ist der Kopf der Mannschaft, er gibt die Kommandos, an ihm orientieren sich die anderen. Auch Carsten Strickmann, Oliver Zech und Mariusz Rogowski sind solche Typen, auch wenn sie sich verbal vielleicht ein wenig zurückhalten. Diesen Respekt muss man sich auf dem Platz erarbeiten.

Was Theo Schneider von der U 21 des 1. FC Köln hält, ob er noch Transfers plant und welche Ambitionen er mit dem SC Wiedenbrück hat, lesen Sie auf den Gütersloher Lokalsportseiten der „Glocke“ am Samstag.

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