Wer es doppelt  nimmt, hat es einfach
Daniel im Glück: Schaffer hatte zweimal Grund zum Jubeln.

 Nach dem souveränen 4:0 (1:0) am Sonntag beim ASC Dortmund liegt Marco Antwerpen schon auf der Lauer: „Erndtebrück wird da auch nicht so durchrauschen“, hat er das 0:0 gegen den SC Roland kalt lächelnd „zur Kenntnis genommen.“ Es scheint, dass RW Ahlen wieder an sein Hinrunden-Level heranreicht. Gerade mal etwa 15 Minuten brauchten die Gäste, um die tapfer mitspielenden Dortmunder mehr und mehr zurückzudrängen.

Erste Sorgen, dass der angeschlagene Ivancicevic nicht zu ersetzen sei, zerstreute nicht nur ein fleißiger Yildirim („Hat er super gemacht“, so Antwerpen) in der Spitze, sondern auch der doppelte Schaffer. Zuerst per Kopfball nach einer Ecke Stratakis’ (31.) und dann – wohl tödlich – 60 Sekunden nach Wiederanpfiff mit Backszat-Vorarbeit schlug der rechte Offensive zu.

Heftig genug, dass Dortmund, das immerhin mit zwei guten Chancen gestartet war, es den Ahlenern eingeschüchtert von nun an leicht machte. „Das zweite Tor hat’s entschieden“, nickte auch Kapitän Backszat nach seiner überzeugenden Regie-Arbeit. Danach wurden auch die Übergänge deutlich besser gespielt. Gültekin und Stratakis, auf der „Sechs“ anfänglich schwer in des Trainers Kritik, fanden jetzt ihren Rhythmus, und die Angriffswellen rollten.

Langesberg mit einem herrlichen Solo aus der Innenverteidigung heraus über rund 50 Meter (69.) und schließlich Yildirim (71.) setzten die letzten beiden Treffer, mit denen der ASC noch gut bedient war. Denn Richter und Yildirim scheiterten noch völlig frei an Dortmunds Torwart Held (55./ 81.). „Wir sind nicht fahrlässig mit den Chancen umgegangen“, beurteilte Antwerpen die Quote hernach. Vorallem dank Daniel Schaffer, der mal wieder bewiesen hat: Wer es doppelt nimmt, hat’s einfach.

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