Wer leidensfähiger ist, gewinnt
Bild: Wegener
Felix Backszat (r.) und seine Ahlener Nebenleute hätten sicherlich nichts dagegen, wenn es so läuft wie im Hinspiel (unser Bild). Am 7. November siegte Rot-Weiß im Poststadion mit 3:0.  
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Und weil sie bei RW Ahlen den Mittelweg zwischen Klotzen und Zelebrieren gefunden haben, geht RWA vor dem Derby am Samstag, 23. April, gegen den SC Verl (14 Uhr) „ganz gelassen“ ins Spiel, wie Kapitän Felix Backszat sagt. „Wir haben uns einige Matchbälle um den Klassenerhalt erspielt.“

Mit dem Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge lässt es sich nicht nur besser kicken, sondern auch leichter leiden. „Ja, wir quälen uns ganz schön“, weiß Antwerpen, dass Ahlens Leidenschaft ein Garant dafür ist, dass seine Mannen immer wieder an die Schmerzgrenze gehen. „Das bereitet uns Kopfzerbrechen“, sucht Ahlens Übungsleiter nach frischen Kräften, die bereitwillig die Hand heben. Zum Beispiel Aygün Yildirim und Daniel Schaffer, die nach ihren Einwechslungen im Pokal gegen Lippstadt stark aufspielten und mal wieder in die Startelf rücken könnten. „Die haben ihre Sache wieder richtig gut gemacht“, lobte Antwerpen.

Gilt auch für Routinier Cihan Yilmaz. „Unglaublich, wie der mit 32 Jahren noch die Linie hoch und runter rennt“, sagt Antwerpen und schmunzelt. „Macht schon Spaß, den Jungs zuzuschauen.“ Gerade weil es eben so erfolgreich und rund läuft trotz all der Querelen, will Ahlen am Samstag noch einen drauflegen. „Es wäre ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt“, sagt Backszat. Auch, weil die Akkus nicht voller und die Gegner nicht leichter werden. „Aber wir haben noch genug Optionen. Alles gut“, erklärt Backszat.

Wenn nicht gegen Verl, dann halt gegen Schalke, Dortmund oder die Topteams der Liga. „Außenseiter sind wir am Samstag aber trotzdem“, betont er, dass Verl die gestandenere Regionalliga-Elf ist. Nur ist der SC auch bereit, genau so viel zu leiden?

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