Wiegers-Comeback? Das „Wir“ entscheidet
Wahre Liebe unter Brüdern: Die Wiegers-Brothers mit Björn (l.) und Kevin zusammen bei der Ahlener SG – davon träumen die beiden sowieso. Könnte bald klappen.

„Mal gucken“, sagt er. „Vielleicht kehren wir ja bald zu den guten alten Zeiten zurück.“ Seitdem raus ist, dass der ehemalige Ahlener den Profistatus bei der ASV Hamm-Westfalen in der Zweiten Bundesliga aufgeben will, träumen sie in der Heimat vom großen Comeback ihres Goldstücks. Lässig die Karriere bei der Ahlener SG auslaufen lassen? Auch für Wiegers ein reizvoller Gedanke.

 Aber: „Ich kann nichts ausschließen und noch nichts zusagen“, räumt er ein. Begehrt ist „Otzi“ auch woanders. „Es gibt schon ein paar Vereine, die jetzt durchbimmeln“, werden derzeit Gespräche geführt und Optionen abgeklopft. Und die haben immer mit dem „Wir“ zu tun. Wir, das sind Frau Lena und Töchterlein Aurelie – die Familie hat sich ein Haus in Bergkamen zugelegt und nun, mit 33 Jahren, wird es Zeit, dem Leben eine neue Richtung zu geben.

„Seitdem die Kurze da ist, werden andere Dinge wichtig. Ich will nicht mehr das ganze Jahr nur noch Handball spielen“, sagt Wiegers, der nach 15 Jahren Bundesliga-Handball den Mittelweg ansteuert. Schnappen und schmeißen, gerne. Aber bitte nicht mehr auf so hohem Niveau. Der gelernte Industriekaufmann sucht wieder in einen zivilen Beruf, die Zukunft des Wiegerschen „Wir“ wird gerade neu definiert.

 Auch deshalb haben interessierte Zweitligisten, die einfach zu weit waren, gleich eine Absage bekommen. Also nun mit einer anderen Rolle weiter beim ASV Hamm oder doch Ahlen? „Hagen ist auch nicht so weit“, gibt’s einen vagen Hinweis auf den Drittligisten im Südosten. „Alles ist möglich, wir müssen uns das gut überlegen“, lassen sich die Wiegers Zeit; Mitte März spätestens soll die Entscheidung fallen.

Aber wer weiß? Blut ist manchmal dicker als Wasser. Publikumsliebling Wiegers würde bei der Ahlener SG, die selbst die Dritte Liga ansteuert, schließlich in den Schoß seiner Erstfamilie zurückkehren. Zusammen mit Brüderchen und Linksaußen Kevin den Konter laufen und von Papa Heribert betreut werden – ein Träumchen. Von der sentimentalen Rückkehr zu den „guten alten Zeiten“ und den alten Kumpels mal ganz zu schweigen. Es ist auch mal schön, wenn sich ein Kreis schließt.

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