Wikinger auf Beutezug in Ahlen
Wer schnell im Kopf ist, ist auch schnell auf den Beinen: Ahlens Philipp Dommermuth (o.) jedenfalls gewinnt das Duell auf dem Hallenboden. Gegen die Rhein Vikings ist im Heimspiel gute Reaktionsfähigkeit gefragt.

Wenn es nach seinem Willen geht, dann sollen am Samstag ab 15.30 Uhr die Zähler zwei und drei auf dem Punktekonto folgen, denn dann sind die Rhein Vikings in der Ebert-Halle zu Gast. Dass das keine Laufkundschaft ist, betont Bertow ausdrücklich.

Auch wenn der Zweitliga-Absteiger einen holprigen Start in die Dritte Liga hatte. Die Gäste sind mit einem 31:30-Heimsieg in die Saison gestartet, haben dann aber in Spenge (27:35) und zuhause gegen die Bergischen Panther (28:33) geschwächelt.

Von den Ergebnissen lässt sich der ASG-Trainer jedoch nicht blenden. „Die Vikings haben eine gute Mannschaft, das habe ich beim Videostudium gesehen“, erklärt Bertow. „Die werden nicht gegen den Abstieg spielen.“ Aber ganz oben werden die Handballer aus Neuss und Düsseldorf seiner Meinung nach nicht mitsprechen. Vielleicht sind die Gäste nach den beiden Niederlagen in Folge ja angeschlagen, so dass die Ahlener die Gunst der Stunde nutzen können, um erneut zu punkten.

 Dazu brauchen sie jedoch eine deutlich bessere Leistung als in den letzten acht Minuten in Gummersbach. Da gelang Kapitän Mattes Rogowski und seiner Crew kein Treffer mehr, deshalb schmolz der komfortable Fünf-Tore-Vorsprung bis zum Schlusspfiff dahin. „Darüber haben wir geredet“, verrät Bertow. „Ansonsten haben wir uns gut auf den nächsten Gegner vorbereitet.“

Das war gar nicht so einfach, denn die Wikinger vom Rhein pflegen einen unorthodoxen Spielstil. „Sie decken mal im 3:2:1-System, dann wieder 3:3, 5:1 oder 6:0“, sagt der ASG-Trainer. „Und wenn sie den Ball haben, dann geht alles ganz schnell. Die erste und zweite Welle spielen sie sehr gut. Da müssen wir ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen.“

 Für die ASG-Akteure heißt es, auch unter Druck den Kopf frei zu behalten, den Ball zu behaupten und spielerische Lösungen gegen diesen Gegner zu finden. Dass die Mannschaft das kann, hat sie 52 Minuten in Gummersbach gezeigt. Da hatte sie die Gastgeber sicher im Griff.

 Und an diese Leistung will Bertow in eigener Halle anknüpfen. Ob Felix Harbaum der Deckung wieder Stabilität geben kann, weiß Bertow noch nicht. „Er hat sich am Dienstag beim Training eine Bauchmuskelverletzung zugezogen“, erklärt der ASG-Trainer. „Ich hoffe, dass er spielen kann.“

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