„Wir eiern doch nur herum!“
Alles viel zu schnell? Viele Kreisligisten, hier Benteler mit Matthias Steinhoff (h.) und Lippborg mit Paul Schulte, beklagen die ungesunde Eile im August.

„Das ist doch nicht Sinn der Sache“, sagt Grundmann, der die Kritik von Vorwärts-Chef Wolfgang Holtz (wir berichteten) über den frühen Ligastart „blind unterstützt“ . „Man muss ja nichts bestimmen, aber zumindest darüber reden“, meint auch Oeldes Übungsleiter Martin Hanskötter, dem am Sonntag zum Auftakt fünf, sechs Urlauber fehlen.

 „Das tut dem Trainer natürlich weh“, meint Hanskötter und schaut rüber in die Kreise Soest und Münster. „Die starten auch erst Ende August.“

„Wir sind aber nicht der Kreis Münster oder Soest“, lenkt Kreis-Vorsitzender Manfred Mielczarek ein. „Die Trainer hängen sie viel zu sehr in das Thema. Das ist doch kein Profi-Fußball. Die Kritik kann und will ich nicht verstehen“, meint Milczarek und verweist auf die vielen Testspiele und Turniere in der Vorbereitung. „Der überwiegende Teil ist doch da. Das können wir anhand der Spielberichte nachweisen.“

Das sieht Volker Winkenhoff, Strombergs Verantwortlicher, anders. „Das ist doch völliger Unfug!“, hadert der Trainer des Aufsteigers, der zu einem Test mit zwei Akteuren aus seinem Kader reiste. „Den Rest haben wir mit Spielern aus der Zweiten aufgefüllt. Wir mussten sogar Spiele absagen.“ Kein Wunder, dass die Germania zum Auftakt tief stapelt. „Die Tests hatten keinen Wert, das Training war gerade so möglich. Ich weiß nicht, wo wir überhaupt stehen.“

 Neubeckums Lars Schäfer wirft ein, dass man die schöne Zeit des Jahres nutzen sollte, um zu spielen. „Wir hatten auch Probleme und konnten nichts einstudieren, weil wir nur acht bis zehn Spieler beim Training hatten. Aber damit müssen alle klar kommen. Ich würde es so lassen“, sagt der Trainer, der sich auf den Ligastart freut, während viele Kollegen dem Beginn skeptisch gegenüber stehen.

Was die Trainer noch zur Problematik sagen und Manfred Mielczareks Reaktion lesen Sie in der Glocke am Freitag.

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