„Wir haben keine Zeit zu vertrödeln“
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne: Christopher Schnepel, hier noch als Aufstiegstrainer beim TSV Ostenfelde, hat seinen Job seit zwei Wochen begonnen.

Der neue Trainer in Sünninghausen zieht es durch: Bei den Blauweißen wird gearbeitet wie ganz normal während der Saison, eine echte Vorbereitung beginnt erst nach dem offiziellen Trainingsstart am 25. Juni. „Nee, Pause braucht keiner mehr“, ist der bald 33-Jährige froh, dass endlich wieder was los ist.

Der B-Lizenz-Inhaber war nach seinem Engagement beim TSV Ostenfelde (die Glocke berichtete) corona-bedingt selbst zwei Jahre raus aus dem Geschäft und ist jetzt mindestens ebenso heiß wie seine Spieler. Die haben er und sein ebenfalls aus Ostenfelde gewechselter Assistent Arne Godbersen (26) jetzt rund 14 Tage schon beobachten können, an neuen Erkenntnissen kam aber nur das, was die beiden sowieso schon wussten.

 „Ziemlich genau das, was man erwarten konnte, wir sind derweil immer immer noch dabei, alle Informationen auch aus dem Umfeld zu bündeln und zu konkretisieren“, wagt der neue Mann verständlicherweise keine Prognose. „Ich habe noch keinen Gegner gesehen, kein Testspiel gemacht“, sagt er und fragt sich: „Ist das jetzt gut, weil alle wieder richtig Dampf drauf haben? Oder schlecht, weil man die Monate auf dem Sofa verbracht hat?“

Ab Mitte August wird man wissen, ob es für BW Sünninghausen wieder ebenso eng wird wie vor dem Saisonabbruch. Klar ist, der altbekannte Stammkader muss es richten. Neue Spieler wird es im Dorf ziemlich sicher nicht geben.

 „Es gab keinen Stress in den Clubs, keine Reibereien, keine Diskussionen. Wer muss da schon den Verein wechseln?“, weiß Schnepel. „Nein, neue Spieler sind rar gesät.“ Zumal es dabei bleibt, dass man in Sünninghausen für Ruhm, Ehre und Gottes Lohn antritt.

 „Ich sehe viele Parallelen zu Ostenfelde“, verriet der Casu-Nachfolger der Internet-Plattform „Heimspiel-online“. „Das hat gewissen Charme. Man merkt, dass das ganze Dort dahinter steht, es kein durch Geld hochgezüchteter Verein und nicht der sechste Sportverein der Stadt ist.“ Der Anfang, dem ein Zauber innewohnt, ist also gemacht.

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