Wir sind Beckumer und leben den Verein!
Mit gesundem Optimismus: Beckums Neue (hinten v. l.) Sascha Plachetka, Christopher Noldes, Luis Laufmöller, Hendrik Hohmann, (unten v. l.) Dominic Hüwelmeier, Marius Wördehoff, Juri Forov, Tom Westermann, Bilder oben v. l. Christoph Hakenes, Benedikt Wunder und Timo Seeger.

„Klar, der Fokus liegt im Club nur auf der ersten Garde, wir sind schon ziemlich auf uns allen gestellt“, sagt Trainer René Horstmann, der ohne seinen derzeit angeschlagenen Co-Spielertrainer Christoph Hakenes 30 Spieler allein betreuen muss. Im Ausdauerbereich noch zu schaffen, aber spätestens zu den Taktiklektionen werden die Spieler aufgeteilt, und zweite und dritte Mannschaft trennen sich sportlich wieder. 

Dann muss die Reserve auf eigenen Beinen stehen, um „konkurrenzfähig mitzuspielen“, wie Horstmann erwartet. „Letztes Jahr waren ja viele Gegner auf Augenhöhe“, sagt der Trainer. „In der kommenden Saison geht es darum, anzukommen und uns erst einmal einzuplänkeln.“ Und das tun sie in Beckum mit viel gesundem Optimismus. Vielleicht auch, weil sie es gewohnt sind, vieles allein zu organisieren. 

Jegliche Finanzierung, alle Ausrüstung zahlen sie selbst, „wir sind fast ein Club im Club“, sagt Horstmann und weiß nicht recht, ob er das gut oder bedauerlich finden soll. Zusammen mit der Volksbank stoßen sie nun ein Crowdfunding-Projekt an, um eigene Sponsoren zu finden, unabhängig vom Verein – also eigentlich wie immer. Die Bank legt die zusammengetragene Summe nochmal drauf, so dass die erzwungene Unabhängigkeit vom Hauptverein mit einer eigenen Kasse wenigstens bezahlbar ist.

 „Wir sind eben nicht die Norm“, grinst Horstmann über seine eingeschworene Truppe. „Wir sind noch Beckumer und leben den Verein.“ Und da schwingt auch jede Menge Stolz mit.

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