Wohin geht die Reise für RW Ahlen?
Bild: Wegener
Volle Konzentration auf die neue Saison. Auf RW Ahlen wartet in der fünfthöchsten Spielklasse Schwerstarbeit.
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Die Favoriten sind schnell aufgezählt: Wattenscheid, Erkenschwick, Lippstadt, Gütersloh und nicht zuletzt die SpVgg Hamm, die sich mit Jochen Höfler vom KFC Uerdingen einen ausgewiesenen Torjäger ins Haus geholt hat. Der Zugang aus Reihen des ehemaligen NRW-Liga-Kontrahenten der Ahlener spielt unter profiähnlichen Bedingungen und dürfte monatlich ein Salär im höheren vierstelligen Bereich einstreichen.

Davon können die meisten seiner Gegenspieler nur träumen. „Wir haben hier fast einen A-Liga-Etat“, stapelt Krug ein bisschen tief. „Die angestrebten 200 bis 300 000 Euro haben wir nicht annähernd erreicht.“ In der Oberliga stehe RWA in finanzieller Hinsicht „ganz unten“.

Also war wieder einmal der Netzwerker Krug gefragt, der im Fußballgeschäft beste Kontakte besitzt und mit kleinem Geld große Talente locken kann. So wie im Fall des 19-jährigen Torhüters Philipp Hinkerohe, der für Preußen Münster als Stammkeeper den A-Jugend-Bundesliga-Kasten hütete und nun in Ahlen dem etablierten Routinier Turgay Tapu den Job zwischen den Pfosten streitig machen will.

Der 1,98 Meter große Hinkerohe ist derzeit Student und kam über die Stationen 1. FC Gievenbeck und Concordia Albachten zu Preußen Münster.

Das zweite neue Gesicht beim Trainingsauftakt war Ugur Birdir – laut Krug „ein echter Zehner“. Der 23-Jährige kickte vorher für den Osnabrück II und arbeitet weiterhin in der Geschäftsstelle der Niedersachsen. Der Regisseur lernte sein Handwerk bei Borussia Emsdetten, spielte danach für die U 19 des VfL Osnabrück, für die Sportfreunde Lotte und kehrte schließlich zum Oberligisten VfL Osnabrück II zurück.

 Damit ist die Mission von Joachim Krug aber noch lange nicht abgeschlossen. Auf seinem Wunschzettel steht unter anderem noch ein treffsicherer Mittelstürmer, der Birdirs Pässe verwertet.

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