Wundertüte Ahlener SG wird nun geöffnet
ASG-Trainer Dirk Reichstädter hofft, dass Mittwoch drei Neue auf der Matte stehen.

 „Für das Masters wäre es schon gut, wenn wir vorher mal wenigstens einen Ball am Fuß gehabt haben“, weiß der Ahlener Trainer. Man will sich ja in illustrer Runde nicht blamieren.

Übrigens auch ein feines Motto für die kommende Rückrunde in der Bezirksliga, bei der die Orangefarbenen die grausamste Saison seit langem erlitten haben. Liga-Negativrekord von 46 Gegentoren, nur ein Punkt vor dem Letzten Oestinghausen und acht Zähler entfernt vor dem rettenden Ufer; und als sei das nicht arg genug, verließ an den Festtagen auch noch Abteilungsleiter Klaus Schwenner das schwankende Boot und lässt die Ahlener allein weitertreiben. Aber immerhin: nicht führungslos.

„Ich hoffe, am Mittwochabend sind auch unsere Wunschkandidaten da“, möchte Jugendleiter Uwe Müller zum Auftakt Bünyamin Tas (SC Peckeloh), Waldemar Dietrich (Barisspor Oelde) und Sinan Okan (Roland II) begrüßen, um mit den Dreien die Wechseldetails klären zu können. Zusammen mit seinen beiden Kollegen Martin Hummels und Joachim Jaunich, beide übrigens auch die heißesten Kandidaten auf die Schwenner-Nachfolge bis Anfang Februar, hat sich Müller nach Schwenners Abgang schon in den Etat hineingefuchst, weiß aber immer noch nicht, was noch alles auf ihn zukommen könnte.

 „Im Moment ist alles noch machbar, auch, wenn es eng genug ist“, so Müller, der mit seinen rund 260 Jugendlichen, 15 Mannschaften und 30 Trainern im Nachwuchsbereich eigentlich ausgelastet ist. „Mal sehen, was die alle so vereinbart haben“, ist er gespannt, was jetzt auf ihn zukommt: Erfolgsprämien, Freigaben für die Neuen und Nebenabsprachen – all das müsste noch einberechnet werden. Was auch immer hinten rauskommt: Einig sind sich sportliche Leitung und Management, dass die Bezirksliga nach dem Aufstieg vor drei Jahren gehalten werden soll. „Ein Anreiz für die Jugend“, so Müller, der es wissen muss.

 Aber Trainer Reichstädter beruhigt seinen Vorgesetzten: „Schon die letzten drei Spiele zeigten einen Aufwärtstrend“, ist er sich sicher, dass die Qualität da ist, den Rückstand aufzuholen. „Wir hatten aber so viel Probleme mit Verletzungen, dass ich den Kader gerne vergrößern würde.“ Klar, ein frommer Wunsch. Wie die Realität aussieht, wird sich zeitnah zeigen.

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