Zartes RW Ahlen nicht rustikal genug
Bild: Stiemke
Schlechte Kritiken: Marco Schneider (l.) und Adem Cabuk bekamen in der Offensive nicht die besten Noten von ihrem Trainer Marco Antwerpen.
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Das, was man im Fußball-Jargon ein „Schweinespiel“ nennt, hat die zarten Jungs von Trainer Marco Antwerpen überfordert. Die 1:3-Niederlage in Erndtebrück war deshalb auch weder überraschend noch unverdient. „Wir sind mit der Erndtebrücker Spielweise nicht zurechtgekommen“, trug es der Ahlener Übungsleiter beinahe mit Fassung.

 War nichts Neues für ihn, was sich da im im Pulverwaldstadion abgespielt hatte. Gegen den rabiat einsteigenden Favoriten zogen die Ahlener lieber zurück, als die Aufforderung zum schmutzigen Tanz anzunehmen, gingen fahrlässig mit den wenigen Chancen um und liefen dem TuS ebenso hinterher, wie der eigenen Motivation. „Und die haben das dann clever genutzt“, lobte Antwerpen widerwillig.

 Nach knapp über einer halben Stunde war die Vorentscheidung bereits gefallen: Waldrich trifft, nachdem vorher Niemeier den Ball vertändelt hatte (29.), und Gelber erhöht nach einer Ecke auf 2:0 (34.). Anschließend verpasste Khmiri ebenso eine Chance zum Anschluss, wie Erndetbrücks Mbuku gegen Hinkerohe. Dass der Trainer Khmiri, Cabuk und Schneider aus dem Spiel nahm, Niemeier vorzog und auf Dreierkette umstellte, zahlte sich kaum aus. Gegen nur noch zehn Platzherren – Ziegler hatte wegen wiederholtem Foul Gelbrot gesehen (60.) – kassierte Ahlener sogar noch das 0:3, das Öncü sträflich frei stehend einschob (75.). Da war Niemeiers Elfmeter zum 1:3 nach einem Foul an Hönicke (86.) nur noch ein Beiwerk ohne Trost.

 Dass der Unparteiische zum Ende auch noch Achenbach einen Strafstoß verweigerte, eine klare Stiepermann-Chance zu früh abpfiff und Nebi mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausschied, passte ins trübe Bild eines glanzlosen Herbstsonntags, den so keiner will, aber alle verdient haben.

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