Zeit für RW Ahlen ist knapp bemessen
Bild: Wegener
RWA-Manager Ronny Maul sucht nach nach der Lösung einer Gleichung mit vielen Unbekannten.
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„Wir müssen bis Ende nächster Woche wissen, wie es weitergeht“, sagte der bisherige Manager Ronald Maul am Mittwoch. Er signalisierte nochmals  seine Bereitschaft, auch künftig für den Club von der Werse zu arbeiten.

Spätestens am Freitag, 3. Juni, will der DFB wissen, ob der Verein die mit der Regionalliga-Lizenz verknüpften Auflagen erfüllen kann. Maul fischt noch im Trüben. „Wir wissen ja noch nicht einmal, ob es die Regionalliga wird“, sagt der frühere Profi. Für ihn dürfte die vierthöchste deutsche Spielklasse wohl auch die Minimalvoraussetzung für den eigenen Verbleib bei Rot-Weiß sein.

Ob der Verein das Abenteuer Regionalliga stemmen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Kann RWA die Altlasten beseitigen und schuldenfrei einen Neuanfang wagen? Reicht der Etat für einen regionalliga-tauglichen Kader? Lediglich 80 000 Euro TV-Gelder fließen dem Club zu. „Mit einem 500 000-Euro-Etat kann man anfangen, die meisten Regionalligisten arbeiten mit einem Etat von einer Million Euro“, weiß Maul.

Falls es gelingt, den Vereins-Haushalt auf Regionalliga-Niveau zu trimmen, begänne die Arbeit für Maul erst richtig. „2010 hatten wir den Vorteil, dass wir ab Anfang Mai planen konnten“, erinnet sich der Architekt des Vorjahreskades. Dieses Mal kann der Manager frühestens ab Anfang Juni die Telefondrähte auf der Suche nach Spielern glühen lassen.

 „Wir haben aber den Vorteil, dass viele Vereine – darunter auch Drittligisten – noch nicht wissen, wohin die Reise geht“, ergänzt er. Maul schätzt, dass das Zeitfenster für attraktive Transfers bis Mitte Juni geöffnet ist. Das wäre ausreichend, denn „fünf oder sechs Wochen“ benötigt man laut Maul für eine gute Saisonvorbereitung. Ende Juli steht bereits das Pokalspiel der 1. DFB-Hauptrunde an.

Viele Wenns und Abers also, denn derzeit ist nur schwer abzuschätzen, wie es an der August-Kirchner-Straße 14 in Ahlen weitergeht. Für Maul ist nur eins klar. „Wir würden eine junge Truppe zusammenbasteln, eine, die eine gute Rolle in der Regionalliga spielen kann. Etwas anderes ist mit mir nicht machbar. Dazu bin ich zu ehrgeizig.“

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