Zu viel Gedränge rund um Fleßers
Kevin Wölk (hinten) und RW Ahlen müssen Mittwoch in Sandhausen wieder von vorn beginnen.

 Taktische Disziplin blieb Theorie, in der Praxis hatte jeder die Besprechung in der Kabine bereits vergessen. „Abstiegskampf sieht anders aus“, kritisiert Manager Ronald Maul die Einstellung der Ahlener, die auch deshalb den Vorwärtsgang nicht fanden, weil sich mindestens zwei Offensive zu weit zurückfallen ließen. Nils-Ole Book und Kevin Wölk suchten zu oft die Nähe zum wirklichen „Sechser“ Robert Fleßers und verstopften so den schmalen Weg nach vorn. Gleichzeitig stellte der Gast auch noch Flottmann bei Ballbesitz zu, so dass der arme Maxi Dahlhoff beim Spielaufbau meist auf sich allein gestellt war.

 Da hätte ein Marcel Busch als Lautsprecher gut getan, ohne die ordnende Hand des Kapitäns musste Arie van Lent höchstselbst eingreifen. Seine Umstellung zur Pause griff dann aber auch nicht mehr; der Großteil des Teams hatte mental bereits Feierabend gemacht und das Kämpfen eingestellt. „Wenn wir nicht einmal einen direkten Konkurrenten im Heimspiel schlagen, dann brauchen wir uns nicht einzubilden, dass wir was Besseres sind“, erteilt Ronald Maul allen vorwitzigen Optimisten eine Abfuhr. In Sandhausen – Mittwoch wohl wieder mit Busch, aber ohne den gelbgesperrten Wölk – muss RW Ahlen im Kampf um den Klassenerhalt wieder von vorn beginnen, die mageren Vorschusslorbeeren welkten vor ihrer Zeit.

 „Mit diesem Druck müssen sie umgehen können“, hat der Manager kein Mitleid; selbst eingebrockt, der Schlamassel. „Von alleine geht es nun mal nicht“, hofft Maul, dass die Mannschaft ihre Lektion gelernt hat. Also am Mittwoch bitte nur noch einen „Sechser“ im Spiel, dann könnte es auch was werden mit der Zusatzzahl.

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