Zum Saisonstart zählen keine Ausreden
Bild: Dünhölter
Er kann wohl spielen: Wiedenbrücks Julian Loose (l.) soll mithelfen, am Sonntag drei Punkte aus Hennef zu entführen.
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Einen attraktiven Gegner hat der SC Verl für sein erstes Meisterschaftsspiel erwischt. Allerdings auch einen speziell aus Sportclub-Sicht sehr unbequemen. Denn gegen Rot-Weiß Oberhausen, einen der Ligafavoriten, haben die Ostwestfalen bislang keinen Sieg landen können. Um möglichst viele Zuschauer ins Stadion an der Poststraße zu locken, hat Verl sein Saisondebüt am Samstag auf 16 Uhr verlegt.

„Liga ist stärker geworden, wir aber auch“

„Die Liga ist stärker geworden, wir sind es aber auch. Unser Ziel lautet deshalb, den einen oder anderen großen Verein zu ärgern“, möchte SCV-Trainer Andreas Golombek damit am liebsten am Samstagnachmittag schon anfangen. Die Oberhausener kommen mit der Empfehlung der besten Rückrundenmannschaft der Vorsaison und einem eingespielten, weil fast komplett zusammengebliebenen Kader an die Poststraße.

„Wir wollen die ersten Punkte“

Damit keine Missverständnisse aufkommen: „Es ist völlig uninteressant, welche Spieler fehlen und wer auf dem Platz steht. Das darf keine Entschuldigung sein“, findet Alfons Beckstedde direkt mal klare Worte und schiebt alle Bedenken bezüglich der Personalsorgen mit zwei Sätzen ad acta. Die Marschroute des Trainers vor der Saisonpremiere des Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück bei Aufsteiger FC Hennef 05 am Sonntag (15 Uhr) lautet: „Wir wollen die ersten drei Punkte.“

Zähe Vorbereitung

Dabei hätte „Ali“ Beckstedde durchaus einige stimmige Argumente, um schon vor dem ersten Anpfiff dieser Spielzeit Ausreden für eine mögliche Auftaktniederlage zu liefern. Die Vorbereitung? Lief eher zäh. Das Personal? Nicht komplett, noch nicht eingespielt. So fehlen am Sonntag direkt mal drei vermeintliche Leistungsträger.

„Er ist auf dem Wege der Besserung“

Dazu zählt zum Beispiel Neuzugang Markus Bollmann. Der Verteidiger verbrachte die vergangene Woche in einem Krankenhaus – und nach wie vor ist unklar, warum. Aber immerhin: „Er hat mich am Donnerstag angerufen und gesagt, dass er am Freitag das Krankenhaus verlassen darf. Er ist auf dem Wege der Besserung“, erklärt Beckstedde.

Mit welcher Taktik der SC Verl gegen RW Oberhausen gewinnen will und warum SCW-Trainer „Ali“ Beckstedde Respekt vor dem FC Hennef hat, lesen Sie am Samstag in der „Glocke“.

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