Zwei Spieler weniger, eine Sorge mehr
Sieht besser aus, als es war: RW Ahlens Vadim Baumbach bei der Balleroberung.

Dafür blieb mehr Zeit, um über die sportliche Perspektive zu grübeln. „Und die sieht nicht rosarot aus.“ Zumindest wenn man die Leistung nach dem ersten Schaulaufen gegen Paderborn beurteilt. „Meine Spieler hatten von Anfang an keine richtige Einstellung. Die haben die Partie nicht ernst genommen“, ärgerte sich ein verzweifelter Antwerpen an der Seitenlinie, der seinen lustlosen Schützlingen prophezeit: „Ich sehe echte Probleme auf uns zu kommen.“

Neben dem verlorenen Kampf um zwei Akteure (die „Glocke“ berichtete) nun auch das noch. „Es ist nicht in Ordnung, wie sie sich präsentiert haben“, so Antwerpen, der tief unter seine Mütze kriecht, als Innenverteidiger René Lindner zu spät kommt und Suryoye das 1:0 erzielt. Kann man bei so viel Schlafmützigkeit überhaupt für den Kader nominiert werden? Na ja, RW Ahlen geht nur mit 17 Spielern in die Rückserie. „Da kannst du doch gar keinen Druck auf die Jungs entwickeln“, vermisst Antwerpen die Konkurrenz. Zudem seien Reservisten wie Manuel Stiepermann „noch lange nicht so weit, wie wir uns erhofft haben.“

 Statt zwei neuer Spieler kommt also eine große Sorge dazu: Wehe, es verletzt sich einer. „Das wäre nicht gut“, ahnt auch Manager Joachim Krug nichts Gutes. Dass Faysel Khmiri in der zweiten Hälfte einen Strafstoß zum Ausgleich verwandelt, geht an Marco Antwerpen schon vorbei. „Man muss sich nur vorstellen, Stammkräfte wie Faysel verletzten sich, dann sieht es böse aus“, so Antwerpen, der froh sein wird, „wenn wir die 17 notwendigen Punkte zum Ligaverbleib holen.“

Damit die Rotweißen einen 18 Mann starken Kader zusammen bekommen, wird Marco Antwerpen nun in der A-Jugend suchen. „Da werden wir im Notfall jemanden hochziehen“, so Krug. Eine letzte Alternative. Für mehr wird es bei den Jungspunden noch nicht reichen in dieser Saison.

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