Los entscheidet über Linken-Kreisvorsitz 



Kreis Warendorf / Ahlen (ak) - Das war eine schwere Geburt: Fast vier Stunden benötigte der Kreisverband der Linken am Samstag für die Wahl des Vorstands. Dabei lag es nicht etwa am Posten-Gerangel oder Personaldebatten, sondern an einem Stimmen-Patt bei der Entscheidung für die Führungsspitze.

Bekannte und neue Gesichter gibt es im neuen Kreisvorstand der Partei „Die Linke“: (v. l.) Reiner Jenkel, Nadja Friedrich, Wigand Busse und sitzend Silvia Jacobi.

Als nach drei stimmgleichen Wahlen zur Kreisvorsitzenden (dieses Amt konnte aufgrund der Frauenquote erstmalig besetzt werden) weder zwischen Nadja Friedrich aus Ahlen noch Silvia Jacobi aus Sendenhorst eine Entscheidung gefallen war, kam es zum Losverfahren. Unter Leitung von Ingrid Remmers, Stellvertretende Landesvorsitzende, hatte Nadja Friedrich Glück. Zusammen mit dem wiedergewählten Reiner Jenkel steht sie nun an der Spitze des Kreisverbands Warendorf der Partei „Die Linke“. In seinem Amt als Schatzmeister wurde Wigand Busse mit überwältigender Mehrheit bestätigt. In den geschäftsführenden Vorstand wählten die Mitglieder Silvia Jacobi. Beisitzer sind: Daniela Pley (Telgte), Michaela Schulz (Ahlen), Karl Stephan Schulte (Ahlen), Hans Jürgen Lenzer (Ennigerloh) und Sven Kleinemeier (Ahlen).

Positive Bilanz

In seinem Rechenschaftsbericht für die zurückliegenden zwei Jahre zog Jenkel eine positive Bilanz. „Die Mitgliederzahl ist auf 69 gestiegen, wir sind sowohl im Kreistag als auch im Ahlener Rathaus mit je zwei Mitgliedern vertreten und haben Fraktionsstatus.“ Als positiv bewertete er die Bildung von vier Basisgruppen im Kreis, die alle Städte und Gemeinden abdeckten. Sommerfest und Autorenlesung im Advent hätten das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und auch das soziale Engagement mit Mahnwache zum Antikriegstag und anderen Aktionen sei nicht zu kurz gekommen. Schatzmeister Wigand Busse überbrachte die gute Nachricht eines kleinen finanziellen Polsters. Trotzdem müsse die Partei sparen und eventuell in günstigere Büroräume umziehen. Die Revisoren Ute Müller und Harald Bronstering bescheinigten Busse eine hervorragende Kassenführung. Am 22. November findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Thema ist die Unterstützung des Papiers „Cobane retten“. Einstimmig wurde beschlossen, allen Mitgliedern bis dahin das Papier und drei verschiedene Positionen schriftlich zukommen zu lassen. Im Rahmen dieser Sitzung soll auch die Einstellung der Kooperation mit dem Verein „Glasklar Sozial“ diskutiert werden.

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