Manegenzauber mit viel Musik und Poesie



Gütersloh (jed) - Wette gewonnen: Mit Glanz und Gloria sowie donnerndem Applaus sind die Akteure des Zirkus Charles Knie am Freitag von gut 1000 Premierenbesuchern  auf dem Gütersloher Marktplatz gefeiert worden. Das Motto der Show „Wetten, dass wir Sie begeistern“ hatte nicht zu viel versprochen.

Schnupperrunde der Elefantendame durchs Premierenpublikum. Die Besucher feierten in Gütersloh die Premiere des Zirkus Charles Knie.

Viele der großen und vor allem kleinen Zuschauer hielt es am Ende nicht mehr auf den Plätzen. Stehende Ovationen für großartige Leistungen.

Verantwortlich dafür zeichnet primär ein Mann, der selbst gar nicht vor Ort war: Zirkuschef Sascha Melnjak. 2007 erfüllte sich der heute 37-jährige Kaufmann mit der Übernahme des alteingesessenen Unternehmens einen Kindheitstraum. Statt wie viele Kollegen in der Manege zu stehen, kümmert sich Melnjak aber „nur“ um die administrative und künstlerische Leitung.

Dabei müssen die Darbietungen so sein, wie er sie sich immer erträumt hat: nicht nur künstlerisch auf dem höchsten Niveau, sondern auch mit ungewöhnlichen Choreographien, tollen Lichteffekten sowie beeindruckender Akrobatik und Artistik.

Selbst die Dressuren sind voller Poesie und offenbaren die Hingabe von Mensch und Tier an diese ganz besondere Magie, die der Manegenwelt eigen ist. Mit dieser Mischung aus klassischem Zirkus und Varieté-Entertainment hat die Truppe bislang weltweit punkten können.

Da wurde nicht nur in der Manege Walzer getanzt, sondern da wirbelte das Tanzensemble auch zur anspruchsvollen Pferde-Dressur im mitreißenden Cancan durch die Arena.

Musik und Poesie spielte auch beim Duo „Yves und Amber“ die Hauptrolle. Das Ehepaar gab sich nicht nur leidenschaftlichen Tango-Klängen am Boden hin. Sein expressives Liebesspiel setzte es in atemberaubender Weise in 15 Meter Höhe am Schwingseil fort.

Vorstellungen sind am  Samstag, 7. Juli,  ab 16 und 20 Uhr), am Sonntag, 8. Juli,  ab 11 und 16 Uhr sowie am Montag , 9. Juli, ab 16 Uhr. Karten gibt es unter Tel. 0171/9462456 und an den Tageskassen.

Einen ganz anderen Tanz boten Baby, Mala und Jumba: Die drei wuchtigen indischen Rüsseltiere drehten beim „Elefanten-Ballett“ unter Anleitung ihres aufmerksamen Dompteurs Elvis Errani ungewöhnliche Pirouetten, wenn sie wollten, sogar richtig grazil – wie ein Elefant mit drei bis vier Tonnen Körpergewicht eben sein kann. Fast auf Zehenspitzen trippelte „Baby“ zudem über zwei am Boden liegende Tänzerinnen hinweg – ohne ihnen dabei auch nur eines der perfekt sitzenden Haare zu krümmen. Und ein kleiner Schnupperrundgang durchs Publikum war auch noch drin. Wer die Clowns, Artisten und Tiere noch sehen möchte, hat dazu bis einschließlich 9. Juli Gelegenheit.

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