Mann im Streit mit Messer schwer verletzt



Gütersloh (ei) - In Blankenhagen ist in der Nacht zum Sonntag ein junger Mann bei einem Streit in einer Wohnung mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden. Die Bielefelder Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Das Motiv ist noch unklar.

In einer Dachgeschosswohnung dieses Hauses in Blankenhagen soll sich der Streit zugetragen haben. Die Polizei sicherte Spuren.

Ersten Angaben zufolge ist es in dem Hochhaus mit 20 Wohneinheiten, in dem rund 150 Menschen leben sollen, zu einer Messerstecherei  gekommen. Beteiligt sollen zwei rumänische Arbeiter aus der Fleischindustrie gewesen sein.

Die Haustür auf der rückwärtigen Seite lässt sich nicht verschließen, die Müllcontainer sind bereits überfüllt – obwohl sie erst vor einer Woche entleert wurden und noch fast eine Woche bis zur nächsten Abfuhr überbrückt werden muss. Ausgediente Matratzen, alte Möbel, Kühlschränke und Fahrräder liegen neben der abschließbaren Metallkonstruktion für die Müllbehälter. So stellt sich die Situation am Sonntagmorgen da.

In der zur Leipziger Straße gelegenen Dachgeschosswohnung soll es am frühen Morgen zu einem heftigen Streit zwischen einem 24-Jährigen, der eigentlich in Rheda-Wiedenbrück wohnt, und einem 20-Jährigen gekommen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll 24-Jährige dann ein Messer ergriffen und mehrmals auf dem 20-Jährigen eingestochen haben. Zeugen hatten zwischenzeitlich die Polizei alarmiert. Einen offiziellen Bericht gab es dazu am Sonntag noch nicht.

Der mutmaßliche Angreifer flüchtete durch das Treppenhaus ins Freie. Er lief weiter Richtung Blankenhagener Weg. An einer benachbarten Gaststätte konnte er von den herbeigeeilten Polizeibeamten festgenommen werden. Außer der Polizei eilten auch zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an den Tatort. Der Schwerstverletzte wurde zunächst an Ort und Stelle behandelt und anschließend auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gebracht, wo er sofort operiert werden musste. Nur so konnte sein Leben gerettet werden.

Während die Ärzte im Operationssaal um das Leben des jungen Rumänen kämpften, untersuchten zunächst Beamte der Gütersloher Kriminalpolizei den Tatort. Aufgrund ihrer Erkenntnisse und des schlechten Gesundheitszustands des Opfers wurde am frühen Morgen beim Bielefelder Polizeipräsidium eine Mordkommission zur Klärung der Gesamtumstände gebildet. Kurze Zeit später fuhren die Beamten der Spurensicherung mit einem weißen Mercedes-Transporter auf das Grundstück gleich neben dem Polizei-Bezirksdienstbüro in Blankenhagen.

Nach einer kurzen Einweisung durch die Beamten der Gütersloher Wache hüllten sich die Experten in weiße Schutzanzüge, um selbst keine weiteren Spuren zu hinterlassen. Vor der benachbarten Gaststätte wurden dann zunächst erste Spuren gesichert. Dort soll der blutverschmierte 24-Jährige ein abgestelltes Fahrzeug kurz vor seiner Festnahme berührt haben. Diese Spuren waren zuvor wegen des immer wieder aufkommenden Regens notdürftig von der Polizei abgedeckt worden.

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