Mathis Stein muss sich Westfalentitel teilen


 Gibt`s auch nicht alle Tage, dass das Zielfoto den Sieger nicht vom Zweiten unterscheiden kann. Und so rückte Mathis Stein auf dem Podest etwas zur Seite ...

Ganz vorne mit dabei: Mathis Stein und Katharina Lachnitt können auf ihre Leistungen in Lage stolz sein.

Enniger (gl) - Mathis Stein belegte bei den Westfalenmeisterschaften über die 100 Meter den ersten Platz, und Katharina Lachnitt schaffte im Kugelstoßen Rang fünf. Diese Leistungen in Lage waren von den beiden SuS Enniger Leichtathleten im Vorfeld nicht zu erwarten, denn durch die Pandemie und langwierige Verletzungen war ein regelmäßiges Training in den Winter- und Sommermonaten nicht möglich gewesen.

Für beide Athleten war die U18-Westfalenmeisterschaft in Lage der Saisonhöhepunkt. Die 17-jährige Katharina startete bei ihrem ersten Wettkampf des Jahres im Kugelstoßen; der 16-jährige Mathis im Kugelstoßen und über die 100m Sprintstrecke. Lachnitt war mit einer Bestleistung von 10,24 m angereist.

Lachnitt belegt einen guten fünften Platz

 In der Meldeliste wurde sie mit dieser Leistung auf Rang zehn geführt und hatte sich nur knapp für die Teilnahme qualifiziert. Nach überstandener Verletzung zeigte sie, dass am Ende der Saison die Form stimmte. Mit der Weite von 11,08 Metern übertraf sie erstmalig die 11m-Grenze. Diese Weite reichte für den fünften Platz in der Gesamtwertung.

Mathis Stein belegte im Kugelstoßen mit 14,42 Metern den hervorragenden 2. Platz. Bis zum sechsten Durchgang führte er den Wettkampf an. Im letzten Durchgang verbesserte sich ein Athlet von TSV Hagen auf 14,62 m und verwies Mathis auf den Vizerang. Lediglich 20 Zentimeter fehlten ihm zum Sieg. Von seinen sechs Versuchen waren zwei ungültig, und vier landeten jenseits der 14m-Marke.

Einen spannenden Zweikampf über die 100m-Sprintstrecke lieferte sich Mathis Stein dann mit einem Athleten von Marathon Menden. Beide überquerten nach 11,42 Sekunden zeitgleich die Ziellinie. Weil das Zielgericht nach Auswertung des Zielfotos keinen Sieger ermitteln konnte, wurden beide Läufer auf den ersten Platz gesetzt. Somit gab es zwei Westfalenmeister über diese Strecke. Voll des Lobes war die mitgereiste Trainerin Tanja Sell über die Leistungen ihrer beiden Athleten.

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