Mietwohnungsbau in großem Stil geplant



Neubeckum (dan) - Millionenprojekt im Neubeckumer Westen: Auf einem städtischen Grundstück an der Kaiser-Wilhelm-Straße sollen 50 bis 60 Wohnungen entstehen. Wolfgang Buchwitz (56), der 25 Jahre als Fahrlehrer unterwegs war, stellte die Pläne im Ausschuss für Stadtentwicklung vor.

Hinter Bäumen und Büschen verläuft parallel zur Kaiser-Wilhelm-Straße ein Weg, der Wickingstraße und Heinrich-Zille-Straße miteinander verbindet und in jedem Fall erhalten werden soll. Rechts des Wegs soll mehrgeschossiger Wohnungsbau entstehen.

Er sprach für eine Investorengruppe, die das Vorhaben mit Hilfe des Siegener Fertighaus-Spezialisten Büdenbender verwirklichen möchte. Es stößt in der Stadtverwaltung auf große Gegenliebe. Auch die Lokalpolitiker im Ausschuss ließen bei der ersten Präsentation durch die Bank ausgeprägtes Wohlwollen erkennen. E

s geht um eine 8400 Quadratmeter große Fläche zwischen Wickingstraße und Heinrich-Zille-Straße. Derzeit prägen dort Bäume, Büsche und ein Trampelpfad das Bild. Ein Fußweg, der erhalten bleibt, führt zum Spielplatz an der Ecke von Gustav-Moll- und Heinrich-Zille-Straße. Nach ersten Überlegungen der Investoren könnten drei mehrgeschossige Häuser gebaut werden. Der Großteil der bis zu 60 Wohneinheiten soll zur Miete auf den Markt kommen. Die Häuser sollen barrierefrei errichtet werden und hinsichtlich der Energieversorgung modernen umweltschonenden Standards entsprechen.

Wolfgang Buchwitz zeigte sich im Ausschuss davon überzeugt, dass die geplanten Mietwohnungen nachgefragt würden. „Das wird nicht lange leerstehen.“ Pluspunkte der Lage seien die Nähe zum Lidl, zur Autobahn und zum Spielplatz sowie eine Bushaltestelle direkt vor der Tür. Die Wohnanlage sei für verschiedene Zielgruppen, etwa Familien und Senioren, interessant.

Dr. Rudolf Grothues (SPD) merkte an, einige Nachbarn sähen in der Fläche offenbar so etwas wie einen öffentlichen Park. Außerdem gebe es Gerüchte, dass das Grundstück als Schenkung mit Auflagen in den Besitz der Stadt gekommen sei. Es müsse geklärt werden, ob das zutreffe und einer Wohnbebauung entgegenstehe.

Die Verwaltung wird diesen Fragen nachgehen, wie Söhnke Wilbrand vom Fachdienst Stadtplanung ankündigte. Nach seinen Worten ist nun die Investorengruppe gefordert, ihre Planungen zu konkretisieren. Das Verfahren soll in einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan münden. Wilbrand betonte, das Projekt ziele genau darauf ab, woran es nach Einschätzung der Stadtverwaltung in Beckum mangele. Während das Angebot an Eigentumswohnungen groß genug sei, sehe es beim Mietwohnungsbau „bislang schwächer“ aus. Wilbrand würdigte die Herangehensweise der Investoren um Wolfgang Buchwitz: Sie setzten mit Blick auf die Umweltschutzstandards auf moderne, ausgereifte Technik. Und ihre Planungen seien das Gegenteil von Nullacht-Fünfzehn.

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