Ministerin übergibt Förderbescheid auf Harkotten


Füchtorf (dor). Hoher Besuch auf Harkotten: Vertreter aus Politik, Stadt, Kreis und Denkmalpflege hatten sich am Montagmittag im Herrenhaus eingefunden, um einer ganz besonderen Übergabe beizuwohnen. 

nach der offiziellen Übergabe. Alle Beteiligten freuen sich über die positive Entwicklung, die die Geschichte des Hauses Harkotten mit der Restaurierung genommen hat.  Foto: D. Reimann

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, war eigens angereist, um dem Förderverein „Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e.V.“ einen Förderungsbewilligungsbescheid in Höhe von 137.560 Euro für das Geschichtsvermittlungskonzept „Alltagswelt und große Gefühle – Lebenswirklichkeiten eines adeligen Haushalts auf dem Weg in die Moderne, dargestellt am Beispiel des Hauses Harkotten-von Korff (1803-1918)“ zu übergeben. 

Bevölkerung soll auf die Geschichte Harkottens aufmerksam gemacht werden

Nachdem die noch fehlenden Unterschriften gesetzt waren, war es amtlich: Der Förderverein kann sich über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 560 Euro freuen, um das Vermittlungskonzept im Erdgeschoss des Herrenhauses wahr werden zu lassen. Vor acht Jahren hatte der zufällige Fund der Wandmalereien des Corveyer Künstlers Philipp Bartscher einen beispiellosen Restaurierungsprozess in Gang gesetzt, der nicht nur immense Kosten verursachte, sondern auch den Eigentümern des Herrenhauses Myriam Freifrau von Korff und ihrem Gemahl Ferdinand Freiherr von Korff nervlich einiges abverlangte. 

<mediaobject class="imageleft" id="X0.6617829875321695" idref="X0.8938762708924095" type="image" uid="cf93ec6c-5074-40ff-8c90-6042d294bd55" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/cf93ec6c-5074-40ff-8c90-6042d294bd55/img_6146.JPEG" uuid="cf93ec6c-5074-40ff-8c90-6042d294bd55" x0="0" x1="100" y0="0" y1="100"> <element name="Unterschrift">Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, überreichte Myriam Freifrau von Korff und Horst Breuer einen Förderungsbewilligungsbescheid in Höhe von 137.560 Euro. <element name="Quelle"/> </mediaobject>

Die Mühen haben sich jedoch gelohnt: Haus Harkotten zu Korff präsentiert sich heute als ein einziges Schmuckstück, das von den Rednern als Juwel, als Diamant, als Großod und als Faszinosum gefeiert wurde. Das sich das Herrenhaus heute so darstellt, ist laut Myriam Freifrau von Korff dem Engagement vieler der Anwesenden geschuldet, denen sie für ihre tatkräftige Unterstützung herzlich dankte. 

Wie Horst Breuer vom geschäftsführenden Vorstand des Fördervereins sagte, bilde die wissenschaftliche Forschung zur Entstehungsgeschichte des Hauses die Grundlage, jetzt gelte es alle Bevölkerungsschichten auf dieses Juwel auf dem Lande aufmerksam zu machen.

 Die Hauptaufgabe des Fördervereins sei es, die Geschichte lebendig darzustellen, dabei sämtliche Medien zu nutzen, um dem Haus Gesicht und Stimme zu verleihen. „Die Menschen, die hier gelebt haben, wieder zum Leben zu erwecken, ihre Geschichten zu erzählen“, das wird die Aufgabe des Fördervereins sein“, so Breuer. Er versprach der Ministerin, die Gelder sinnvoll einzusetzen.

„Ich bin mir sicher, Haus Harkotten hat eine gute Zukunft vor sich“

„Das Konzept, Geschichte erlebbar zu machen, ist grandios“, befand auch Sassenbergs Bürgermeister Josef Uphoff. Der erste Bürger der Stadt zeigte sich sehr angetan darüber, wie das Herrenhaus sich heute präsentiert. Es habe überregionale Bedeutung und tue auch dem Tourismus der Region gut, so Uphoff. Dieser dankte dem Ehepaar von Korff, das während der kompletten Renovierungsphase im Hause lebte, für seine Geduld. 

Uphoff sprach allen Beteiligten seinen Glückwunsch für das Geschaffene aus. Der jetzige Zustand des Herrenhauses nötigte auch der Ministerin ihren Respekt ab. „Ein Denkmal zu haben bedeutet, dass es einem nie allein gehört“, sagte die CDU-Politikerin, die in diesem Zusammenhang auf die große Zahl der Anwesenden hinwies. Das sei aber gerade das Besondere an einem Denkmal, vor allem wenn es von Eigentümern getragen und von deren Nachfolgegenerationen weitergeführt werde. 

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„Die besten Denkmalschützer sind die Eigentümer selbst“, befand Ministerin Scharrenbach. Ihren Worten nach sei ein Denkmal wie ein Geschichtsbuch, dessen Inhalte entdeckt werden wollen. Haus Harkotten stehe sowohl für die Identifikation der Bürger als auch für Identität Füchtorfs. „Sie haben etwas Besonderes vor, wollen mit dem Konzept neue Wege einschlagen, neue Spuren setzen.“ 

Und das begrüßte die Ministerin sehr. „Ich bin sicher, Haus Harkotten hat eine gute Zukunft vor sich“, zeigte sich die CDU-Politikerin zuversichtlich und optimistisch. Ein kleiner Rundgang bot ihr die Möglichkeit, die Geschichte des Ortes und des Denkmals zu atmen. Die vielen Honoratioren, darunter der scheidende Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker, der ehemalige Regierungspräsident des Regierungsbezirks Münster, Peter Paul Paziorek, der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier, taten es ihr gleich.

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