Ministerium: Mehr Asylsuchende, aber keine Engpässe in NRW



Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz wieder steigender Zahlen an Asylsuchenden hat Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Landesflüchtlingsministeriums bislang keine Unterbringungsprobleme. Dagegen hatte kürzlich etwa der Migrationsstaatssekretär von Baden-Württemberg Alarm geschlagen, weil dort angesichts stark zunehmender Flüchtlingszahlen die Erstaufnahme-Einrichtungen bereits voll belegt seien.

NRW wurden in diesem Jahr den Angaben zufolge bis Mitte Oktober insgesamt fast 22.000 ankommende Flüchtlinge vom Bund zugewiesen - darunter etliche, die inzwischen schon auf die Kommunen verteilt worden sind. Hauptherkunftsländer seien Syrien, der Irak und Afghanistan. Im selben Vorjahreszeitraum waren NRW mit knapp 15.000 Ankommenden etwa ein Drittel weniger zugewiesen worden.

Aktuell verfüge das Land über 21.443 Unterbringungsplätze, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Davon müssten allerdings coronabedingt 25 Prozent für den Infektionsschutz gesperrt werden. 81 Prozent aller verbleibenden Kapazitäten in den Landesunterkünften seien derzeit belegt.

Wegen der Pandemie habe das Land NRW seit 2020 zusätzliche Kapazitäten in den Landeseinrichtungen aktiviert. «Diese sollen auch über den 1.01.2022 weiterbetrieben werden», teilte das Ministerium mit. Bei Bedarf werde weiter angepasst.

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