Mit dem E-Bike fahren will gelernt sein



Sassenberg (dor) -  Fahrradfahren ist auch in höherem Alter ein beliebtes Fortbewegungsmittel, vor allem seit es E-Bikes und Pedelecs gibt. „Unter den Senioren ist das Elektrofahrrad Trend. Es ist ein Statussymbol geworden, das Mobilität und Lebensqualität bedeutet“, sagt Franz-Josef Menker.

Tipps für das sichere Fahren mit dem E-Bike gab der Verkehrssicherheitsexperte Franz-Josef Menker den Mitgliedern der Sassenberger Kolpingsfamilie, hier mit Anton Röhl.

Der ehemalige Polizist, der 42 Jahre lang in der Verkehrssicherheit in Borken tätig war und heute als Referent für die Verkehrswacht im Einsatz ist, war jetzt auf Einladung der Sassenberger Kolpingsfamilie zu Gast in der Johannesschule. Sein Auftrag war es, die Kolpingbrüder und -schwestern passend zum Start in die Fahrradsaison fit für das Fahren mit dem E-Bike zu machen. Denn ungefährlich sind die motorisierten Fahrräder keinesfalls. „Ein Drittel aller Verkehrsunfälle gehen mit Personenschaden einher, und dabei ist der Anteil an Fahrrädern und Pedelecs relativ hoch“, weiß Menker. Deshalb kann er E-Bike-Kurse, wie die Sassenberger Kolpingfamilie sie nun schon im zweiten Jahr in Folge anbietet, nur befürworten. In einem anfänglichen theoretischen Teil frischte Menker bei den Teilnehmern die geltenden Verkehrsregeln auf. Im sich anschließenden praktischen Teil konnten sich die Teilnehmer auf dem Schulhof auf das Fahren mit den E-Bikes einstellen. „Pedelecs können schneller gefahren werden und sind meist schwerer als normale Fahrräder. Man muss mit ihnen viel früher anfangen zu bremsen“, erklärte Menker. Aber auch das Anfahren und Fahren in den Kurven will geübt sein. Gleiches gelte für den Schulterblick nach hinten. Dieser sei beim Abbiegen und Umfahren von Fahrzeugen unerlässlich. Wer den Kopf aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr besonders gut drehen könne, sollte einen Spiegel als Hilfestellung anbringen. Das nachlassende Gehör und die Lautlosigkeit der Elektrofahrräder bildeten zusätzliche Gefahrenquellen. Viele Verkehrsteilnehmer würden auch die Geschwindigkeit von E-Bikes unterschätzen. Wichtig ist es laut Menker daher, gerade an Kreuzungen und Einmündungen möglichst defensiv zu fahren. Für die eigene Sicherheit sei zudem das Tragen eines Helmes erste Pflicht. Auch eine gut funktionierende Beleuchtung, Reflektoren am Fahrrad sowie helle retroflektierende Kleidung würden sehr zur Sicherheit des Einzelnen beitragen, so der Fachmann.

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